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Daniel: «Ja, wir sind ein Paar»

Vor der Kamera blieben die grossen Gefühle aus, und die Journalisten rätselten. Doch jetzt macht Daniel Fankhauser alles klar. Der Emmentaler hat in der Fernsehsendung «Bauer, ledig, sucht» seine Liebe gefunden.

Daniel Fankhauser, eine Frage gleich vorweg: Sind Sie und Martina Schüpbach eigentlich ein Paar oder nicht? Der 28-jährige Jungbauer von der Winterhalde ob Aeschau lächelt verschmitzt. Zu viel wird um den Emmentaler und seine um vier Jahre jüngere Fernsehpartnerin aus dem Baselbiet gerätselt, jetzt, da die achte und letzte Folge der Sendereihe über den Äther gelaufen ist. Während die Journalisten in der einen Zeitung ganz sicher wissen wollen, dass es zwischen den beiden Akteuren aus der Kuppelshow «Bauer, ledig, sucht» wirklich gefunkt habe, setzen sie in der anderen leicht verunsichert ein Fragezeichen. Verwirrung total.

Erst nach dem Dreh

«Wir sind wohl die Langeweiler.» Daniel Fankhauser lächelt noch immer. Erzählt dann, wie er und Martina Schüpbach vereinbart hatten, dass sie die Sache langsam angehen und während des Drehs im elterlichen Heimet bewusst auf die grossen Gefühle verzichten wollten. Ihnen sei es vielmehr darum gegangen, «zu schauen, wie es geht – was wir später daraus machen, sollte unsere Sache sein». Nochmals: Hat sich nun, da die Kameras schon länger abgezogen sind, die grosse Liebe entwickelt? Jetzt lässt Daniel Fankhauser die Katze aus dem Sack. «Es ist kein Geheimins. Ja, wir sind ein Paar.» Ein ganz gewöhnliches, wie er gleich nachschiebt, «wir machen ab wie viele andere auch, wir gehen ins Kino wie viele andere auch». Dass sie sich auf ungewöhnliche, ja geniale Art kennen gelernt hätten, spiele keine Rolle, und wieder: «Nein, während des Drehs hatten wir wirklich nichts miteinander. Und als wir später merkten, dass sich da mehr entwickelte, hätten Kameras nur gestört.»

In der Illustrierten

Nicht gerechnet hat Daniel Fankhauser mit dem riesigen Echo, das die Sendung ausgelöst hat, «das Drumherum», wie er es formuliert. Plötzlich klopften von überall Journalisten und Radiostationen in der Winterhalde an. Erst letzte Woche kam es so zu einer unerwarteten Begegnung mit sich selber. Er war unten in der Dorfbeiz, sah dort eine Illustrierte herumliegen, wurde sich plötzlich bewusst, dass das Heft ja über ihn berichtete – «auch daran gewöhnt man sich».

Auch die Leute im engeren Umfeld reagierten, ungeachtet dessen, dass die Kuppelshow auf dem privaten Sender «3+» lief und dieser im weitläufigen Hügelland von Aeschau, wo das Kabelfernsehen fehlt, gar nicht zu sehen ist. Daniel Fankhauser redet von scheuen Blicken, die ihn ab und zu auf der Strasse treffen, und betont gleich wieder: «Ich habe heute nicht andere Kollegen, nur, weil ich im Fernsehen zu sehen war.»

Im Grossen und Ganzen sei das Echo positiv, hält er fest. Die meisten Leute zeigten echtes Interesse an seinem Leben, wollten stets wissen, wie es jetzt weitergehe. Einige seien jeweils sogar weggefahren, um die Sendung bei Bekannten mit Kabelanschluss verfolgen zu können.

Der Traum von Kanada

Regelmässig hörte Daniel Fankhauser auch, dass die Sendung ein positives Bild von den Bauern vermittle. Er selber stimmt dem zu, auch wenn er offen sagt, dass die gezeigten Bilderbuchansichten die heutige Landwirtschaft nicht in ihrer ganzen Breite abgebildet hätten. Das sei bei einer Sendung, «die doch in erster Linie unterhalten will», aber auch gar nicht nötig. Zuweilen, erzählt der 28-Jährige, sei er während des Drehs kaum mehr zum Bauern gekommen. Dauernd sei es vom einen zum andern gegangen, da das Fernsehen möglichst viele Bildern habe einfangen wollen – «ein Heuet über Tage», nennt er ein Beispiel, «wäre zum Zuschauen ja nicht wirklich interessant».

Ebenso offen macht Daniel Fankhauser klar, dass die Landwirtschaft für ihn nur nebenher läuft. Hauptberuflich ist er im Gastgewerbe tätig. «Das Heimet gehört noch meinen Eltern, und es bietet auch nur für eine Familie ein Auskommen», sagt er zur Erklärung. Er selber träumt davon, nach Kanada auszuwandern und dort ein bäuerliches Bed and Breakfast mit ein paar Tieren aufzuziehen. Ob Martina Schüpbach mitkommen wird? «Sie kann es sich vorstellen.» Ohne diese Bereitschaft, so lässt Daniel Fankhauser durchblicken, wäre aus dem Emmentaler Paar aus «Bauer, ledig, sucht» wohl nichts geworden.

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