Cancellara besucht die Bigla AG

Biglen

Die Bigla AG und der Radrennprofi Fabian Cancellara sind ein eingespieltes Team. Am Tag der offenen Türen in Biglen zeigte der Sportler auf einem Rundgang, dass er mit der Belegschaft ein kollegiales Verhältnis pflegt.

Der Velorennfahrer in der Fabrikhalle: Fabian Cancellara mit den Rohrproduzenten Erwin Moser (links) und Peter Bärtschi.

Der Velorennfahrer in der Fabrikhalle: Fabian Cancellara mit den Rohrproduzenten Erwin Moser (links) und Peter Bärtschi.

(Bild: Walter Pfäffli)

«Nicht alle Sportler haben das Glück, einen Sponsoren zu haben, zu dem sie voll und ganz stehen können,» sagte Fabian Cancellara am Samstag in den Hallen des Büromöbelherstellers Bigla in Biglen. Er habe dieses Glück, und es sei ihm viel wert. Der Radrennprofi ist hier, um am Tag der offenen Türen Autogramme zu verteilen und in Kameras zu lächeln. Eine Pflicht vieler Sportler gegenüber ihren Sponsoren. Doch für Cancellara ist es mehr als das, wie er versichert. Fritz Bösch, der Besitzer der Firma, unterstützte den Sportler bereits, als Cancellara noch bei den Junioren mitfuhr. Als Bösch erfuhr, dass Cancellara ein komfortables Auto für die weiten Fahrten zu den Trainings und Rennen brauchte, steuerte er kurzerhand Geld bei. Seither fühlen sich der Geschäftsmann und Cancellara verbunden. Seit drei Jahren ist die Firma «Bigla» der Hauptsponsor des erfolgreichen Radrennfahrers.

Verbunden mit Belegschaft

Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen zeigt der 4-fache Weltmeister im Einzelzeitfahren auch seine Verbundenheit zur Belegschaft. Er fachsimpelt mit den Mitarbeitern und lässt sich Neuerungen in den Produktionsabläufen erklären. Bei der Stanzanlage hängt ein Plakat mit seinem Konterfrei. Cancellara hält an und posiert für die Fotografen der Presse. Dann folgt ein Händeschütteln mit dem Mann an der Steuerung und weiter geht’s.

Der Tag der offenen Türen bei der «Bigla» hat grosses Interesse bei der Bevölkerung geweckt. «1200 Gäste haben sich angemeldet», sagt Monika Löffel-Bösch, Delegierte des Verwaltungsrates. Halb Biglen ist in den Hallen unterwegs. Anschliessen offeriert ein Helferteam Bratwurst und Getränke. Hier scheinen sich alle irgendwie zu kennen. Cancellara gehört offensichtlich dazu. «Manch eine Firma könnte sich hier ein Beispiel nehmen, wie man mit den Angestellten umgehen sollte», sagt der Radrennfahrer. Man glaubt ihm, dass er es ehrlich meint. Jetzt hält der Sportler vor einem Schweissroboter und lässt sich das neuste Gerät der Firma erklären. Wer denkt, dass sich das Gespräch nun langsam dem Radrennsport zuwenden wird, liegt falsch. Der 50. Rang am Strassenrennen in Australien ist auf dem Rundgang ebenso wenig Thema, wie die Siegesfahrt zum Weltmeister im Einzelzeitfahren oder der letztjährige Sieg an der Tour de Suisse.

Gehört zur Belegschaft

Dafür werden Cancellaras Schuhe zum Thema. Die eleganten, glänzenden Lackschuhe erregen Aufmerksamkeit. «Sind das jetzt deine neuen Trainingsschuhe», fragt ein Mitarbeiter und begrüsst den Sportler herzlich. Der nimmt die Stichelei gelassen und plaudert entspannt. Man mag den schnellen Fahrer im Emmental und betrachtet ihn als einen, der zur Belegschaft gehört, das ist deutlich zu spüren.

Berner Zeitung

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