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Burgdorf hat 72 neue Bürger

49 Erwachsene sowie 23 Kinder und Jugendliche haben an einer Feier in Burgdorf ihre Einbürgerungsurkunde erhalten.

Sie durften den Einbürgerungsbrief der Stadt Burgdorf entgennehmen: Lopez Ignazio Fernandez (Spanien, links) und Luis Fernandes Teixeira dos Santos (Angola/Portugal).
Sie durften den Einbürgerungsbrief der Stadt Burgdorf entgennehmen: Lopez Ignazio Fernandez (Spanien, links) und Luis Fernandes Teixeira dos Santos (Angola/Portugal).
Thomas Peter
Aurora-Irina Jordi-Mereu (Ursprung: Rumänien).
Aurora-Irina Jordi-Mereu (Ursprung: Rumänien).
Thomas Peter
Antonio Fusco (Ursprung Italien).
Antonio Fusco (Ursprung Italien).
Thomas Peter
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Im Zentrum des Burgdorfer Gemeindesaals prangt unübersehbar die Schweizer Fahne. Über 70 Augenpaare sind darauf gerichtet. Nur noch wenige Minuten trennen die Menschen unterschiedlichster Nationalität vom lang ersehnten Moment, dem Erhalt des Bürgerbriefes. Maja Burri, Vizepräsidentin der Einbürgerungskommission, bringt es auf den Punkt: «Nun seid ihr nicht mehr Gäste, sondern Gastgeber.» Sie plädiert für das Mittragen der direkten Demokratie – und erzählt die Geschichte ihres ebenfalls eingebürgerten, italienischstämmigen Ehemanns, der es, obwohl 1967 mittellos angekommen, durch Disziplin und Fleiss zum eigenen Geschäft gebracht hat.

So weit sind Bonavart und Anne Arokijanathan mit den beiden Buben Camerin (6) und Alrin (2) aus Sri Lanka noch nicht. Seit sieben Jahren sind sie in der Emmestadt und schätzen als politische Flüchtlinge die Freiheit und die Meinungsfreiheit in der Schweiz. Anne, die bei McDonald’s in Burgdorf arbeitet, spricht fast fliessend Deutsch.

Antonio Fusco (47) kam schon Ende der Fünfzigerjahre mit seinen Eltern aus Süditalien in die Schweiz. Seither hat er fast immer in der Emmestadt gelebt. Mit dem Schweizer Pass fühlt sich der ausgebildete Logistiker und Berufsbildner «nicht mehr so fremd».

Betont lässig und politisch (noch) nicht interessiert geben sich die beiden hier geborenen 15-jährigen Freunde Ignacio Fernandez Lopez und Luis Fernandes Teixeira dos Santos. Deren aus Spanien und dem ehemaligen Portugiesisch-Angola stammenden Eltern indes sind nicht eingebürgert.

Künftig nicht mehr nur von aussen zuschauen, sondern mitreden will Valentina Adili (25) aus Burgdorf. Im Jahr 1999 ist die technische Kauffrau und gebürtige Serbin zusammen mit ihrer Mutter und den Geschwistern dem Vater in die Schweiz gefolgt. Sie fühle sich in Burgdorf, dem Herzen der Schweiz, pudelwohl, berichtet sie.

Bereits ein eigenes Geschäft der Klimakältetechnik aufgebaut haben Vanessa (37) und Kiral (35) Tarik. Als Kleinkinder sind sie mit ihren Eltern, welche inzwischen wieder in ihr Heimat-land zurückgekehrt sind, aus der Türkei und Italien in die Schweiz gekommen. Ihre Buben Kilian (7) und Kevin (10) sprechen Deutsch, Italienisch und Türkisch. Allgemein schätzen sie hier, trotz oftmals bürokratischer Hürden, die guten Strukturen. «Der Schweizer Pass macht mich komplett», freut sich die Familienfrau.

«Ich könnte nicht mehr in Rumänien leben», sagt die geschiedene Aurora-Irina Jordi-Mereu (35) bestimmt. Seit 1994 lebt die Pflegehelferin und Wellnesstrainerin in der Schweiz. Hier schätzt sie die Sicherheit und die vielen Möglichkeiten, sich zu entfalten. «Den Schweizer Pass zu haben, bedeutet für mich, hier bleiben zu können», sagt sie lächelnd.

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