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Bund hätte Täter entwaffnen sollen

Nun ist klar: Der Bund und nicht die kantonale Militärbehörde wäre für den Einzug der Dienstwaffe des mutmasslichen Todesschützen von Schafhausen verantwortlich gewesen. Der 35-Jährige erschoss letzte Woche einen Polizisten.

Wie die TeleBärn-Reporterin vor Ort berichtet, waren schätzungsweise 20 Polizisten im Einsatz.
Wie die TeleBärn-Reporterin vor Ort berichtet, waren schätzungsweise 20 Polizisten im Einsatz.
Felix Brodmann, newspictures
Der Täter wohnte in einem Dreifamilienhaus mitten im Dorf.
Der Täter wohnte in einem Dreifamilienhaus mitten im Dorf.
Felix Brodmann, newspictures
Die Einsatzkräfte haben das Gebiet rund um das Haus des Schützen abgesperrt.
Die Einsatzkräfte haben das Gebiet rund um das Haus des Schützen abgesperrt.
Prisca Häberli, TeleBärn
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Schon kurz nach der Tat wurde bekannt, dass der mutmassliche Täter 2007 aus medizinischen Gründen aus der Armee entlassen worden war. Ein Aufgebot, um die militärische Ausrüstung, allen voran die Waffe, abzugeben, hatte der Mann aber nicht erhalten.

Am Freitag herrschte Uneinigkeit, welche Stelle dafür zuständig gewesen wäre. Armeesprecher Daniel Reist verwies zunächst auf das Kreiskommando Bern, also die kantonale Militärbehörde.

Diese sei laut allgemeiner Verordnung normalerweise auch für das Aufgebot zur Abrüstung zuständig, führte Reist am Dienstag auf Anfrage aus. Tatsächlich bestehe aber - nota bene auf Bestreben der Armee hin - eine Abmachung, wonach in gewissen Einzelfällen die Armee und nicht die kantonale Behörde zuständig sei.

Die Abmachung komme unter anderem bei Entlassungen aus medizinischen Gründen oder bei einem Armeeausschluss zum Tragen. Die Regelung sei der mit dem Fall befassten Taskforce am Freitag nicht bewusst gewesen, sagte Reist. Man habe sich inzwischen mit der kantonalen Behörde getroffen und die Angelegenheit geklärt.

Wer es aber nun letztlich bei der Armee versäumt hatte, die Waffe des Mannes ordnungsgemäss einzuziehen, ist weiterhin unklar. Entsprechende Abklärungen sind laut Reist noch im Gang.

SDA/mau

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