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BLS investiert 17 Millionen in Hasle

Die BLS will beim Bahnhof Hasle-Rüegsau bis 2017 für 17 Millionen Franken einen neuen Regionalstützpunkt für die Division Bau und Unterhalt bauen.

Auf dem ehemaligen Tenta-Areal in Hasle hat sich in den letzten Jahren unter anderem die Migros niedergelassen (hinten).
Auf dem ehemaligen Tenta-Areal in Hasle hat sich in den letzten Jahren unter anderem die Migros niedergelassen (hinten).
Thomas Peter
Noch immer unverändert steht auf dem Gebiet eine alte Lagerhalle. Gegenwärtig dient sie als Depot für zwei Busse.
Noch immer unverändert steht auf dem Gebiet eine alte Lagerhalle. Gegenwärtig dient sie als Depot für zwei Busse.
Thomas Peter
Bis November diesen Jahres will die BLS das Projekt einreichen. Gebaut werden soll ab 2016. Und ab 2017 sollen 90 Mitarbeiter hier ihrer Tätigkeit nachgehen.
Bis November diesen Jahres will die BLS das Projekt einreichen. Gebaut werden soll ab 2016. Und ab 2017 sollen 90 Mitarbeiter hier ihrer Tätigkeit nachgehen.
Thomas Peter
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Dort, wo früher Zeltblachen hergestellt wurden, verkaufen Denner und Migros heute Lebensmittel. Das Erscheinungsbild und die Nutzung des ehemaligen Tenta-Areals in Hasle haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Eine Liegenschaft jedoch hat bisher all den Veränderungen getrotzt: Immer noch steht in der Emmenau eine alte Lagerhalle. Nicht mehr im besten Zustand, erstreckt sie sich vom Bahnübergang an der Hauptstrasse bis zum neuen Migros-Parkhaus.

Wie Recherchen der «Berner Zeitung» ergaben, sind die Tage der Halle jedoch gezählt. Die BLS hat das Grundstück samt Gebäude von der Brand Anlagenbau AG in Lützelflüh erworben, welche die Halle zuvor als Lager genutzt hatte. Das Bahnunternehmen hat damit nun grosse, kostspielige Pläne: In den kommenden drei Jahren will es dort einen Neubau erstellen. Das Investitionsvolumen wird auf rund 17 Millionen Franken veranschlagt.

Konzentration der Standorte

Heute dient die verlassen wirkende Halle zwei Linienbussen der Busland AG als Depot. Ende Dezember endet diese Zwischennutzung. Nach dem Abriss des Gebäudes wird laut BLS-Mediensprecherin Miriam Zürcher ein zweigeschossiger Neubau erstellt, der ein Materiallager für den Gleis- und Fahrleitungsbau, Arbeitsplätze, eine Werkstatt und Autoabstellplätze für die Mitarbeiter beinhalten wird.

Nutzen wird den neuen Regionalstützpunkt der Bereich Bau und Unterhalt der BLS. Diese Abteilung ist damit betraut, die Anlagen zu unterhalten und zu erneuern, die Sicherheit auf den BLS-Baustellen zu garantieren und Störungen zu beheben. «In Hasle werden bis zu neunzig Angestellte beschäftigt sein», sagt Zürcher. Diese arbeiten heute noch zum Grossteil in den kleineren Stützpunkten in Ramsei und Kirchberg. «Die beiden Standorte sind in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig», sagt die Sprecherin. Deshalb habe sich die BLS für eine Aufhebung entschieden und beschlossen, als Ersatz in Hasle einen grossen Regionalstützpunkt zu bauen.

Der Zeitplan sieht wie folgt aus: Bis im November 2014 will die BLS dem Bundesamt für Verkehr das Bauprojekt einreichen. Anfang 2016 sollen dann die Bauarbeiten beginnen, die Inbetriebnahme ist für Frühling 2017 geplant.

Warum nicht im leeren Depot?

Bleibt die Frage, warum die BLS in Hasle die stattliche Summe von 17 Millionen Franken investiert, obwohl in der Nachbargemeinde Oberburg voraussichtlich in sechs Jahren die grosse Halle der BLS-Werkstätte frei wird und dadurch eine firmeneigene Liegenschaft zur Disposition stünde. Bekanntlich will das Bahnunternehmen in der Region Bern einen Neubau für die Werkstätten erstellen und dort vermutlich auch die 130 Mitarbeiter aus Bönigen und die 40 Angestellten aus Oberburg beschäftigen.

Auf die Frage, weshalb die BLS nicht in Erwägung gezogen habe, das dereinst wohl frei werdende Depot als neuen Regionalstützpunkt für die Bau- und Unterhaltsabteilung zu nutzen, antwortet Sprecherin Miriam Zürcher: «Zum Neubauprojekt Werkstätten BLS sind erste Entscheide ab 2016 zu erwarten, somit sind für den Standort Oberburg derzeit keine Aussagen möglich.» Aufgrund dieser ungewissen Situation und der Dringlichkeit des Stützpunktprojekts habe die BLS unabhängig davon planen müssen.

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