Bigla gewinnt Designpreis

Biglen

Mit ihrer «myBox» gewinnen Andreas Bürki und die Bigla AG den Designpreis Red Dot Award: Product Design 2010. Das schlichte Rollmöbelchen «myBox» ist ein Bürokorpus, oder vielmehr: eine Weiterentwicklung des klassischen, mobilen Bigla-Korpus Systema.

«myBox» – alles andere als grau. Designer Andreas Bürki posiert im Bigla-Showroom. Für sein Bürokorpus hat er einen renommierten Designpreis gewonnen.

«myBox» – alles andere als grau. Designer Andreas Bürki posiert im Bigla-Showroom. Für sein Bürokorpus hat er einen renommierten Designpreis gewonnen.

(Bild: Andreas Blatter)

«Dieser verkauft sich immer noch rund 4500 Mal pro Jahr», sagt Andreas Bürki nicht ohne Stolz. Seine neuestes Werk «myBox» gibt es in zwei Grössen ab 820 Franken in Weiss , Grau, Rot, Gelb oder Blau.

Je nach Wunsch ist «myBox» mit einem magnetischen Haken für die Mappe oder das Handtäschchen versehen. Weitere Optionen sind ein Halter für PET-Flaschen, eine Kabelbox für den Laptop, ein Rednerpultaufsatz und ein Ausziehelement für die Computermaus. Alles gradlinig und funktional. «Da ist nichts Überflüssiges dran», sagt Andreas Bürki.

Was so simpel daherkommt, ist im Detail ein komplexes Möbelsystem, das in einem Team entwickelt wurde. Die Jury hat «myBox» aus 4252 Objekten ausgewählt. 1636 Unternehmen aus 57 Ländern haben sich für den Red Dot Award: Product Design 2010 beworben.

Der heute 58-jährige Industriedesigner hat ursprünglich Maschinenzeichner gelernt. Seit über 30 Jahren arbeitet er mit der Emmentaler Firma Bigla AG zusammen. Angefangen hat er bei der Bigla als Konstrukteur für Krankenbetten. Obschon er seit Jahren mit Architekten in einer Ateliergemeinschaft in Bern arbeitet, fühlt sich der Muriger mit der Bigla AG verbunden und will diese Zusammenarbeit als eines seiner Standbeine behalten. Des Weiteren unterrichtet Bürki an der Hochschule für Technik und Architektur in Luzern.

Die rasant zunehmende Nachfrage nach mobilen, funktionellen und pflegeleichten Möbeln habe in der Branche, auch bei der Bigla AG, einen wahren Boom ausgelöst. Wer der Versuchung erliegt, Büromöbel als trocken oder gar langweilig zu qualifizieren, wird von Andreas Bürki eines Besseren belehrt: «Büromöbel sind in der Regel komplexe Systeme, deren Nutzung sich schnell neuen Bedürfnissen anpassen muss. Bei Wohnmöbeln geht es dagegen immer mehr um Styling.»

Trotz seines Erfolgs bleibt der Designer auf dem Boden der Realität. Dabei hilft ihm seine Familie, vor allem die Söhne, der 9-jährige Thomi und der 18-jährige Florian. «Kinder stellen einen immer in Frage und finden andere Dinge ‹cool› als wir», sagt Bürki.

Berner Zeitung

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