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Badisaison: Immerhin besser als 2007

Für Badmeister Ralf Rombach wars die erste Saison in der Langenthaler Badi. Eine geeignete Saison, um sich einzugewöhnen. Denn der Badesommer 2008 war weder ausgesprochen gut noch schlecht. Aber besser als letztes Jahr.

Das ist er. Der heisse Spätsommertag. Der Grund, noch einmal in die Badi zu gehen. Einige nutzen den sonnigen Dienstag auch voll und ganz aus. Am frühen Nachmittag schwimmen einzelne Badigäste ihre Längen im Schwimmbad Langenthal. Kinder tummeln sich am Beckenrand. Sonnenanbeter geniessen auf dem Rasen die Wärme. Und dann: «Platsch». Ein paar Jungs lassen es sich nicht nehmen, noch einmal den Sprung ins kühle Nass vom 5-Meter-Turm zu wagen. Immerhin ist das Wasser 22 Grad warm.

Badmeister im Wasser

Die Badi Langenthal ist noch bis zum 20. September geöffnet. Dann hat der neue Badmeister Ralf Rombach seine erste Saison in Langenthal hinter sich. Er sei gut gestartet, sagt er, während er die Wasserqualität überprüft. «Am 10. Juni, als es warm wurde, habe ich angefangen», erzählt Rombach. Mitte Juli habe er dann offiziell den Chefbadmeister Bernhard Furer, der in Pension ging, ersetzt. Der 47-Jährige hat sich in Deutschland zum «Schwimmmeister» ausbilden lassen und leitete 10 Jahre ein Hallenbad in St. Georgen im Schwarzwald.

Jetzt ist er mit Sack und Pack nach Langenthal gezogen, um hier seine Längen zu absolvieren. «Ich gehe jeden Tag schwimmen. So kann ich den Zustand des Beckens überprüfen und Veränderungen im Wasser spüren», sagt Ralf Rombach. «Das gehört zum Beruf. Ich wäre sonst wie ein Koch, der sein Essen nicht probiert», lacht er.

Durchzogener Sommer

Die heissen Baditage sind gezählt. Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Die Bäder in Wangen und Huttwil haben bereits dieses Wochenende dicht gemacht.

Aber wie war die Saison? Besser als letztes Jahr alleweil. 2007 war nämlich laut den Badmeistern der Region ein überaus schlechter Sommer. In Langenthal sogar der schlechteste seit der grossen Badirenovation 1994. Der allgemeine Tenor der Badichefs: Heuer war ein Durchschnittssommer. Weder ausserordentlich gut noch ausserordentlich schlecht.

Noch liegen die Vergleichszahlen nicht vor, aber eines weiss Langenthals Badmeister Ralf Rombach jetzt schon: «Es war kein Supersommer, aber es gab auch nie lange Schlechtwetterphasen», sagt er. Das Wasser war zwischen 24 und 25 Grad warm. Spitzentage gab es Mitte bis Ende Juni mit bis zu 3000 Besuchern pro Tag. «Wir sind zufrieden», zieht der Roggwiler Badmeister Hugo Bossert Bilanz. Der Sommer 2003, der Hitze- und Badisommer schlechthin, sei ohnehin unschlagbar. Am Freitag findet die «Ustrinkete» statt, am Samstagnachmittag dürfen die Hunde noch eine Runde im Wasser drehen, dann geht das Bad zu.

Hochbetrieb Ende Juni

Ähnlich tönt es in Herzogenbuchsee. «Der Juni war besser als letztes Jahr», sagt Badmeister Kevin Sterchi. Aber grundsätzlich sei das Wetter zu wechselhaft gewesen. «Es braucht mindestens drei heisse Tage, bis die Leute kommen», weiss Sterchi. «Das EM-Final-Wochenende Ende?Juni war ein Spitzenwochenende», sagt Irene Kohler, Badmeisterin von Ursenbach. Da herrschte Hochbetrieb. Ursenbach, Huttwil und Melchnau hatten im letzten Jahr nicht nur mit einem miserablen Sommer, sondern auch mit den Folgen des Unwetters zu kämpfen. Besser als 2007 war er also, der Sommer. Irene Kohler bringt es auf den Punkt: «Es war ein schöner Sommer, aber kein richtiger Badisommer.»

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