Langenthal

Hasli-Bier lanciert das 49er

LangenthalHasli-Bier in Langenthal lanciert unter dem Namen 49er ein Draft, ein Red Ale und ein Imperial Stout. Mit dem neuen Namen sollen auch alte Vorurteile beseitigt werden.

Sie präsentieren die drei 49er: Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär Peter Kläfiger, Braumeister Sebastian Schmaus und Verwaltungsratspräsident Thomas Biedermann (von links).

Sie präsentieren die drei 49er: Geschäftsführer und Mehrheitsaktionär Peter Kläfiger, Braumeister Sebastian Schmaus und Verwaltungsratspräsident Thomas Biedermann (von links). Bild: Robert Grogg

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Langenthal steht nur noch ganz klein auf der Rückseite. Die schwarzen 33-cl-Flaschen mit trendiger Etikette sollen die Jungen ansprechen. «Langenthaler werden ihre eigene Postleitzahl sicher erkennen, Auswärtigen dürfte sie egal sein», sagt VR-Präsident Thomas Biedermann. Bier verkauft sich mehr über Emotionen und Identität als über den Preis. Mit der Produktelinie 49er Premium Beer sagt die Brau AG auch Imageproblemen aus den Anfangsjahren den Kampf an, als das Hasli gelegentlich zu jung verkauft wurde.

Das Hasli ist ungefähr gleich alt wie das Solothurner Öufi oder das Burgdorfer. Beim Absatz konnten die Langenthaler bisher aber nicht mithalten. Viele glauben, das liege am Namen. Jetzt können sie den Beweis antreten. Die Preise der drei neuen Biere liegen im Vergleich zum Lager allerdings 15 bis 30 Prozent höher. Begründet wird dies mit der Qualität und Lagerung.

Bierkultur fördern

Mit dem trendigen Äusseren will man das junge Partyvolk abholen. Der Inhalt dagegen dürfte vor allem Kenner der Bierkultur ansprechen. Gepflegtes Biertrinken ist zurzeit angesagt. Mittlerweile kann man den Beruf eines Biersommeliers erlernen. Ein gutes Bier statt ein Glas Wein zum feinen Essen ist salonfähig.

In diese Richtung stossen auch die drei 49er. Das Draft ist ein leichtes, untergäriges, gehaltvolles, goldgelbes und dreifach filtriertes Bier. Das Red Ale ist rötlich und obergärig. Es besteht aus fünf Malzsorten und erfährt im Tank nach der Gärung und vor der zweifachen Filtrierung eine zusätzliche Kalthopfung, die ausschliesslich der Aromabildung dient. Es wird mit englischer Ale-Hefe angesetzt. Das Imperial Stout ist nahezu schwarz. Ursprünglich brauten es die Engländer mit viel Hopfen als Geschenk für den russischen Zarenhof. Es ist cremig, Karamell und Röstmalz dringen durch. Der Alkoholgehalt ist mit 7,2 Prozent recht hoch.

Aus dem Glas

Im Winter soll dann auch noch ein India Pale Ale dazukommen. Allerdings wird der Platz langsam knapp. Bisher beschränkte sich die Hasli-Palette auf Weizen, hell, dunkel und zeitweise ein saisonal wechselndes Bier. Die neuen 49er gibts ausschliesslich in 33-cl-Flaschen, im Getränkehandel, in den Restaurants und natürlich in der Brauerei an der St.Urbanstrasse 34.

Zurzeit werden dort pro Jahr 100000 Liter Bier sowie rund 150000 Liter Whiskybier – vorwiegend für Hans Baumbergers Langatun – produziert. Unter dem Namen Hasli gelang es bisher nicht, den Absatz entscheidend zu erhöhen. Deshalb das neue 49er. Für eine aktive Bewerbung und ein entsprechendes Marketing fehlt allerdings das Geld. «Wir zählen auf unsere Aktionäre», sagt Thomas Biedermann, «wenn die alle das 49er trinken und weiterempfehlen, dann kommt es gut.»

Ein Tipp von Peter Kläfiger: «Gute Biere trinkt man unbedingt aus dem Glas, wenn möglich aus einem bauchigen.» (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.05.2014, 08:39 Uhr

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