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Eine Mehrheit will Wachstum

niederhünigenDie Gemeindeversammlung hiess

«Die Gemeinde braucht unbedingt mehr Bauland», argumentierte der parteilose Niederhüniger Gemeindepräsident Gérard Krähenbühl an der Gemeindeversammlung. Die Baulandreserven von etwa 580 sollen auf 9430 Quadratmeter ansteigen. Weil die Gemeinde die Siedlung innerhalb des Dorfes entwickeln will, darf sie höchstens eine Hektare Baulandreserven ausweisen. In Niederhünigen will man auf innere Verdichtung setzen, um noch mehr zu einer «Familiengemeinde» zu werden – fast 30 Prozent der Bevölkerung sind noch keine 20 Jahre alt. Weiter ist geplant, bestehende Baulücken zu füllen und somit moderat zu wachsen. Die Gemeindeversammlung genehmigte die revidierte Ortsplanung. Diese wird nun dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zur Genehmigung weitergeleitet. Einzonung unumgänglich Es sei wichtig, neue Häuser zu bauen, weil in einer Wohnung immer weniger Leute lebten, erklärte Ortsplaner Kurt Kilchhofer die Problematik. Um die heutige Bevölkerungszahl von rund 665 Personen zu halten, sei die Einzonung deshalb unumgänglich. Der dörfliche Charakter im Kern der Gemeinde bleibe aber erhalten. Kritische Stimmen Gegner der Revision kritisierten, dass die Gemeinde nahezu die mögliche Obergrenze von 10000 Quadratmetern einzonen wolle. «Es wird schlicht zu viel gebaut», enervierte sich eine Niederhünigerin. Vor allem die 2500 Quadratmeter in der gemeindeeigenen Geissrütti sorgten für rege bis gehässige Diskussionen. Der betreffende Abschnitt liegt am äusseren Dorfrand und ist Grünfläche und als Landschaftsschongebiet bezeichnet. Der Gemeinderat schätzt, dass der Verkauf der Parzelle rund 800000 Franken einbringen wird. Einige Versammlungsteilnehmer meinten, dass die einmaligen Einnahmen keine Zerstörung der Landschaft rechtfertigen würden. Per Antrag wurde durchgesetzt, dass über dieses Geschäft separat abgestimmt wurde. Mit 46 zu 25 Stimmen setzten sich die Einzonungsbefürworter aber auch hier deutlich durch. Christof Vuille>

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