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Eine gute Halbzeit reichte im Spitzenspiel nicht

HandballWacker Thun hat nach einer ungenügenden ersten Halbzeit das Spitzenspiel auswärts bei Kriens-Luzern mit 31:36 verloren.

1:0 führte Wacker Thun vor 1100 Zuschauern in der Krienser Krauerhalle nach wenigen Sekunden. Zum ersten- aber zugleich auch zum letzten Mal in dieser Partie lagen die Berner Oberländer in Front. 9:18 nach 26 Minuten In der Folge lief das Spiel völlig an den Thunern vorbei. «Wir waren wie blockiert, ich kann mir dieses Auftreten schlicht nicht erklären», sollte Wacker-Trainer Martin Rubin nach dem Spiel zu Protokoll geben. Keine zehn Minuten waren gespielt, als er sich bereits zu einem ersten Timeout gezwungen sah. Mit 2:7 lag seine Mannschaft im Hintertreffen. Die Innerschweizer hatten bis zu diesem Zeitpunkt fast jeden Angriff erfolgreich abgeschlossen. Die Thuner hingegen verzeichneten im Abschluss zu viele Fehlwürfe, verteidigten ungenügend – und hatten schliesslich auch noch Pech (2 Lattentreffer). Weil das Timeout seine Wirkung verfehlte, versuchte es Rubin drei Minuten später mit einem Doppelwechsel. Doch auch Goalie Andreas Merz (für Marc Winkler) und Lukas von Deschwanden (für den enttäuschenden Borna Franic) überzeugten vorerst nicht. Im Gegenteil: Kriens-Luzern zog kontinuierlich davon. Vom 7:2 auf 10:4 (15.), 13:6 (19.), 16:8 (23.) bis zum 18:9 (26.). Moral gezeigt Zu diesem Zeitpunkt hatten wohl auch die kühnsten Thuner Optimisten nicht daran geglaubt, dass dieses Spiel noch einmal spannend werden könnte. Doch genau jetzt zeigten die Berner Oberländer Moral. Tor um Tor kämpften sie sich zurück in die Partie – und beim Spielstand von 21:24 sahen sich plötzlich die Innerschweizer zu einem Timeout gezwungen. Ohne Erfolg. Vier Minuten vor dem Spielende lagen die Gäste nur noch mit einem Tor im Hintertreffen (27:28). Zu verdanken hatten die Thuner ihre erfolgreiche Aufholjagd insbesondere drei Spielern. Andreas Merz glänzte mit einigen sensationellen Paraden, während Jakub Szymanski und Lukas von Deschwanden für die nötigen Tore sorgten. Ein Punktgewinn blieb den Thunern aber verwehrt. In der Schlussphase mussten sie das Heimteam wieder ziehen lassen. Die Kürung zum besten Spieler seines Teams war für Lukas von Deschwanden an seiner alten Wirkungsstätte (wir berichteten) ein schwacher Trost. Dass mit Marius Aleksejev der letztjährige Wacker-Goalie für das siegreiche Team diese Auszeichnung erhielt, passte irgendwie zu diesem Abend. Raphael HadornKriens-Luzern - Wacker Thun36:31 (19:12)Krauerhalle. – 1100 Zuschauer. – SR Sager/Styger. – Strafen: je 5-mal 2 Minuten. Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (1 Penalty); Hess, Hofstetter (7), Lengacher, Podvrsic (3), Raemy, Schmid (3), Stankovic (6/1), Steiger (7/3), Vukelic (7), Willisch (2), Yalciner (1), Zimmermann. Wacker Thun: Winkler/Merz (ab 13.); Sandro Badertscher (6/5), Buri (3), Caspar, Dähler (1), Franic (1), Friedli (5), Getzmann, Linder (1), Rathgeb, Reber (2), Studer, Szymanski (6), Von Deschwanden (6).>

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