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Ein Stück Japan in Wattenwil

ortsmuseumDie Ausstellung der Wattenwiler Heidi und Martin Weber macht einen Blick in die japanische Kalligrafie möglich. Daneben gibt es Zeichnungen, Skulpturen und Objekte zu bestaunen.

Heidi Weber befasst sich seit zehn Jahren mit der japanischen Kalligrafie, denn ihre Liebe gehört dem Strich und der Linie mit dem Bleistift oder dem Pinsel. Angezogen wurde sie von den dekorativen Formen der Schriftzeichen. Doch rasch spürte sie, dass viel mehr dahintersteckt. Schreiben als «Weg der Tusche» geniesst in Japan einen sehr hohen Stellenwert. Schwarze Tusche ist dafür die klassische Farbe. Die Bilder stehen oft für grosse Gedanken oder philosophische Aussagen. Als Beispiel zeigt Heidi Weber auf das Zeichen für ein «langes glückliches Leben». Darin ist auch zweimal der Begriff «Schwert» enthalten, was in diesem Zusammenhang bedeutet, dass ein langes glückliches Leben so gestaltet wird, dass der Einsatz des Schwertes nicht nötig ist. Das Reduzieren ist in der Kalligrafie wichtig – was nicht nötig ist, wird weggelassen, um Raum zu schaffen. Freier Raum ist den Japanern wichtig, man kann ihn wieder füllen und darin Neues schaffen. Diesen Gedanken hat Martin Weber aufgenommen, als er das Konzept der Ausstellung schuf. Alle ausgestellten Werke in der Ausstellung erhalten viel Platz. Webers gaben den Besuchern der Vernissage Auskunft zu den japanischen Kalligrafien und ihrer Bedeutung. Die Natur im Zentrum Die Objekte und Skulpturen von Martin Weber strahlen die grosse Naturverbundenheit des Künstlers aus. Seine Werke sind aus Holz und Stein. Er zeigt Kiesel-Minimente. Diese entstehen durch Behauen, Gravieren und Schleifen natürlich geformter Steine, darunter sind viele eher flache, runde Kiesel. Einige der Ornamente erinnern an Schneckenhäuser, andere sind offen, verbinden runde mit eckigen Formen. Immer wieder stellt Martin Weber Holzvögel her. Die kleinsten sind wunderschön, da stecken die Gänse den Kopf unter den Flügel. Das glänzend polierte Holz hebt die Form besonders gut hervor. Diese Objekte werden geschickt ergänzt mit Zeichnungen von Heidi Weber. Sie stellen Landschaften, aber auch Blätter und Muscheln dar. Margrit KunzDie Ausstellung im Ortsmuseum Wattenwil, Grundbachstrasse 4, dauert bis 25.September. Sie ist jeweils am Samstag, 17–21 Uhr, und am Sonntag, 14–17 Uhr, geöffnet.>

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