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Ein rundlicher Bau am Kreisel

Am Neuhausplatz im

Auf Papier sieht das Gebäude aus wie der Viertel eines Kreises. Ein rundlich gestalteter Bau soll künftig den Neuhausplatz im Könizer Liebefeldquartier beleben. Im Erdgeschoss sind Räume für Geschäfte, Praxen oder andere öffentliche Nutzungen vorgesehen. In den vier Obergeschossen sind Wohnungen und Büros geplant. Bis zu 40 Wohnungen sind je nach Einteilung realisierbar. Unter Arkadenbögen sollen die Leute künftig den Geschäften entlangflanieren können – wie unter den Lauben in Bern. Gegen den Kreisel hin ist zudem ein öffentlicher Parkplatz mit Bäumen vorgesehen. Entworfen hat dieses Projekt das Berner Architekturbüro B. Mit Gemeinde geplant Die Planung veranlasst hat die 82-jährige Heidi Heiz-Roth. Heiz ist am Neuhausplatz aufgewachsen. «Ich wurde dort geboren», erzählt sie. Ihre Eltern führten auf dem Areal bis 1957 eine Gärtnerei. Blumen und Gemüse haben sie angepflanzt. «Vor allem Setzlinge waren gefragt, weil die Leute zur Selbstversorgung auch im Liebefeld alle noch Gärten betrieben», erzählt Heidi Heiz. Jetzt sei es ihr ein Anliegen, dass auf dem Terrain etwas Gutes entstehe. «Mein Mann war Architekt, das Bauen ist mir nicht fremd», meint sie zudem zu ihrem Engagement. Lange gehörte das Gebiet einer Erbengemeinschaft, vor drei Jahren hat Heidi Heiz ihre Miterben ausbezahlt. Mit der Gemeinde hat sie seither die Planung vorangetrieben. Das Areal ist als Kernzone mit Planungspflicht definiert. Nun interessiert die Meinung der Öffentlichkeit. «Als ersten Schritt wollen wir sehen, ob es Einsprachen gibt», sagt Heidi Heiz. Bis Anfang Februar liegen die Pläne öffentlich auf. «Das Gebiet ist städtebaulich ein wichtiger Punkt», sagt Gemeinderätin Katrin Sedlmayer (SP). Subzentren, wie es der Neuhausplatz für das Liebefeld sei, gelte es zu stärken. «Der Bau wertet den Platz sicher auf.» Einen Investor suchen Bauen wird Heidi Heiz nicht selbst. «Ich möchte das Land einem Investoren verkaufen, der dieses Projekt realisiert», erklärt sie. Wie hoch das Investitionsvolumen ist, ist derzeit noch offen. Laut Schätzungen der Gemeinde dürfte es bei 20 bis 25 Millionen Franken liegen. Einen Wermutstropfen gibt es für Heidi Heiz. Ihr Elternhaus muss dem neuen Bau weichen. «Das tut mir weh, aber man muss die Vernunft walten lassen.» Sie habe zwar auch eine Variante mit dem Elternhaus erarbeiten lassen. «Aber es würde neben dem grossen Bau versinken.» Dass dies nebst Heiz auch andere Leute schmerzen wird, ist sich auch Katrin Sedlmayer bewusst. «Ein Stück alte Zeit geht damit verloren.» Läden als heikler PunktEine Knacknuss dürfte es sein, wirklich Interessenten für die Geschäftsräume zu finden. «Ideal wären Lebensmittelgeschäfte», sagt Katrin Sedlmayer. Seit dem Wegzug der Migros habe sich die Situation verschlechtert. «Jetzt bietet sich zumindest eine Chance.» Wie rasch das Projekt vorwärtskommt, hängt sicher von den Einsprachen ab. Auch einen guten Investor gilt es laut Heidi Heiz nun zu finden. Klappt es damit, könnte in rund einem Jahr Baustart sein.Lucia ProbstDie Projektunterlagen sind bis am 8.Februar auf der Gemeindeverwaltung einsehbar.>

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