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Ein Erfolg: Feldhase ist zurück in Lyss

Die Wiederansiedlung

Beim Treffen mit Vertretern der Arbeitsgruppe Landschaft der Lysser Ortsplanungsrevision trifft die Autorin im Wald zwischen Lyss und Hardern auf der Höhe der Kiesgrube Vibeton auf eine Schlange. Das Tier sonnt sich auf der Strasse, bevor es sich wegen der Ruhestörung aus dem Staub macht. Das Erlebnis mit der Schlange erstaune ihn keineswegs, denn das Areal bei der Kiesgrube sei einer von drei ökologischen Topspots in Lyss, sagt Thomas Frei vom Planungsbüro Sigmaplan Bern, der als Fachspezialist Mitglied der Arbeitsgruppe Landschaft ist. Fünf verschiedene Arbeitsgruppen überarbeiten seit April die Planungsinstrumente für die Lysser Ortsplanungsrevision. Im Oktober steht die Mitwirkung durch die Bevölkerung an. Amphibien und Auenwald «Das Areal bei der Kiesgrube ist unter anderem ein Amphibienlaichgebiet von nationaler Bedeutung und gehört daher zu den besonders wertvollen Flächen», erklärt Frei. Die zwei weiteren Gebiete von ökologisch grosser Bedeutung sind der Landstrich entlang der Alten Aare, der als Auenwald von nationaler Bedeutung und als kantonales Naturschutzgebiet gilt, und der Weiher bei Hardern. Diese drei Gebiete sind auf dem Konzeptplan Landschaft, auf dem die Grundsätze zur Entwicklung der Landschaft festgehalten sind, auffällig gelb als Schutzobjekte markiert. Laut Ruedi Frey, Leiter der Bauabteilung Lyss und Mitglied der Ortsplanungskommission, wäre es auch keine grosse Überraschung gewesen, wenn den drei Besuchern in der Hardern ein seltenes Exemplar des Feldhasen über den Weg gelaufen wäre. Denn dessen Präsenz wurde in dieser Region erst kürzlich bestätigt. «Die Wiederansiedlung des Feldhasen darf als Erfolg der bisherigen Vernetzungsplanung gewertet werden», so Frey. Die Zielsetzungen zur ökologischen Vernetzung nehmen im Richtplan Landschaft einen besonderen Stellenwert ein. «Es gilt, weiter daran zu arbeiten, dass die Voraussetzungen für die Ansiedlung der Tiere geschaffen werden», erklärt Frey. Konflikt zwischen Nutzern Doch Konflikte mit anderen Interessengruppen sind programmiert. «Es gilt oft auch, Kompromisse zu finden.» So müssten etwa die Interessen der Landwirtschaft oder der Siedlungsentwicklung berücksichtigt werden, erklärt Frei. Seine Aufgabe ist, die Nutzungsansprüche miteinander zu koordinieren. Auch zwischen den Interessen der Forstwirtschaft und der Freizeitnutzung wie Erholungsraum kann es zu unterschiedlichen Ansprüchen kommen. Eine Besonderheit dieser Art tritt in Lyss beim Industriegebiet Süd auf: Dort treffen Natur, Autobahn und Arbeitszone auf engem Raum aufeinander. Doch Frei bleibt optimistisch. «Die verschiedenen Interessen werden dort – wie bisher – gut aneinander vorbei finden.» bt >

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