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EHEC breitet sich aus

DarmepidemieDer gefährliche EHEC-Keim breitet sich auch ausserhalb Deutschlands aus. Erstmals starb in Schweden eine Frau an den Folgen einer Infektion.

Immer mehr Länder bestätigen Erkrankungsfälle. Wie das Spital Södra Älvsborg im südwestschwedischen Borås gestern mitteilte, starb eine Frau im Alter zwischen 50 und 60 Jahren an den folgen einer EHEC-Infektion. Sie war am Sonntag in die Klinik gebracht worden und hatte davor eine Reise in Norddeutschland absolviert. Zuvor war sie völlig gesund. Nach Behördenangaben aus Stockholm wurden in Schweden 41 Patienten behandelt, die nachweislich EHEC-Erkrankungen hatten. 15 von ihnen litten am hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). EHEC ist ein Darmbakterium aus der Gruppe der Coli-Bakterien, das beim Menschen blutige Durchfallerkrankungen auslösen kann. Das damit verbundene HUS kann zu akutem Nierenversagen und zum Tod führen. In Deutschland starben bislang mindestens 15 Menschen an den folgen einer EHEC-Infektion. Im benachbarten Dänemark hat sich die Zahl der EHEC-Kranken auf 14 erhöht. Aus Norwegen wurde bisher eine Erkrankung gemeldet. Auch in den USA gibt es nach EU-Angaben drei Patienten. In Europa sind bestätigte oder vermutete HUS-Fälle auch in Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Polen und Grossbritannien registriert worden. In der Schweiz wurden seit Jahresbeginn 23 EHEC-Fälle gemeldet, 10 davon seit Anfang Mai. Rückschlag bei Suche Einen Rückschlag erlitt die Suche nach dem Bakterienstamm, der in Deutschland zu einer Häufung von Infektionen mit Todesfolge führte. Zwar wurden auf vier Gurken EHEC-Bakterienstämme identifiziert. Diese stimmen aber laut Hamburgs Gesundheitssenatorin nicht mit den HUS-Fällen von den in Stuhlproben der Patienten in Hamburg überein. Forscher des Universitätsklinikums Münster stellten inzwischen einen Schnelltest für den Typ des EHEC-Darmkeims bereit.sda>

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