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Die Stimmberechtigten nickten bloss

ReichenbachAn der Gemeindeversammlung gab es keine Wortmeldungen. Die Geschäfte wurden von den Gemeinderäten ausführlich erklärt. Alle acht Traktanden fanden die Zustimmung des Souveräns.

93 Stimmberechtigte befanden im Kirchgemeindehaus über neun traktandierte Geschäfte der Gemeindeversammlung – wortlos – nur mit Handerheben als Zeichen der Zustimmung. Der Gemeinderat hatte Fragen und Opposition zu einigen Punkten erwartet. Im Vorfeld habe die Verlängerung der Amtszeitbeschränkung von 8 auf 12 Jahre zu reden gegeben. Es war von Sesselklebern die Rede. Leider sind aber in Tat und Wahrheit die 115 Ämter (Gemeinderat, Bäuert- und Gemeindekommissionen) oft schwierig zu besetzen, obschon davon etliche Doppelmandate sind und somit noch 90 Personen involviert sind. Zwei Sitze in Kommissionen sind derzeit vakant, und der Gemeinderat ist verkleinert worden, sonst wäre es auch dort schwierig, genügend Mitglieder zu finden. Der Änderung von Artikel 20 des Organisationsreglements über die Amtszeitbeschränkung der Behördenmitglieder (Erweiterung der Amtszeit von 8 auf 12 Jahre) wurde zugestimmt. Jeweils nach 4 Jahren werden sie zur Wiederwahl vorgeschlagen. So kann länger vom Wissen erfahrener Behördenmitglieder profitiert werden. Gewinn statt Verlust Die Laufende Rechnung des Jahres 2010 schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 403200 Franken ab, was gegenüber dem Budget eine Besserstellung von 565600 Franken ergibt. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 162400 Franken. Natürliche Personen bezahlten weniger Steuern, die Gewinnsteuern der juristischen Personen sind deutlich angestiegen, es gab total 266000 Franken mehr Steuereinnahmen, und das Eigenkapital ist von 6,9 auf 7,3 Millionen Franken gestiegen. Höhere Ausgaben als erwartet sind beim Winterdienst, beim Beitrag ans Kirchgemeindehaus, für eine Nutzbarkeitsanalyse der Schulhäuser Reudlen und Wengi und wegen tieferer Kantonsbeiträge an den Unterhalt der Gemeindestrassen eingetreten. Hingegen wurden bei den Gebühren für Wasser und Abwasser Gewinne erzielt. Weniger investiert Die Nettoinvestitionen von gesamthaft gut 2 Millionen Franken liegen beim Steuerhaushalt um 291200 Franken und bei den gebührenfinanzierten Aufgaben um 1,2 Millionen Franken tiefer als veranschlagt. Einige Investitionen wurden zurückgestellt oder sind günstiger ausgefallen. Der Finanzverwalter Hans Luginbühl appellierte an die Verantwortlichen, ausgereifte Projekte einzureichen. Gemäss Tabelle belaufen sich die Nachkredite auf insgesamt 1,4 Millionen Franken. Weiter wurden folgende Geschäfte bewilligt: Bereits am 2.Mai hat Niklaus Wäfler die Stelle an der Kiental-Griesalp-Strasse als Wegmeister, Parkplatzkontrolleur und beim Unterhalt der Wanderwege angetreten. Die Stelle kostet jährlich 82000 Franken. Die Arbeitsplatzbewertung der Bauverwaltung hat einen Stellenbedarf von 274 Prozent ergeben, besetzt sind 200 Prozent. Die Versammlung folgte dem Antrag und bewilligte eine 70-Prozent-Stelle. Auf Vorschlag des Bauverwalters wird vorerst eine 50-Prozent-Stelle ausgeschrieben. Auch der Neuerstellung einer Meteorabwasserleitung für die Entwässerung Alte Strasse Reichenbach wurde zugestimmt und der erforderliche Kredit von 215000 Franken bewilligt. Die Bauabrechnung von 1,3 Millionen über den Einbau des Kunstrasens auf dem Fussballplatz Kien/Gand wurde mit dem erforderlichen Nachkredit von 261555 Franken angenommen. Drei Bauabrechnungen wurden zur Kenntnis genommen (Lehnenviadukt Faltschenstrasse, Strassensanierung Hasele–Härgisallmi und Neuerstellung einer Trinkwasser- und Hydrantenleitung sowie einer Abwasserleitung in der Bauzone «Uf Hube»).Rösi Reichen>

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