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Die Gemeinde Linden hat zu viel Bauland eingezont

urteilDie Revision der Ortsplanung Linden ist an der Beschwerde von zwei Einwohnern gescheitert. Das Verwaltungsgericht hat ihre Beschwerde gutgeheissen. Der Gemeinderat prüft den Weiterzug ans Bundesgericht.

Der Gemeinderat Linden verfolgte mit der Revision der Ortsplanung ein Ziel: «Wir möchten die Zahl der Bewohner halten oder sogar neue dazugewinnen», sagte Gemeindepräsidentin Ruth Linder vor zwei Jahren. Insgesamt sollten deshalb nach der Revision 33000 Quadratmeter Bauland zur Verfügung stehen. Dieser Plan der Gemeinde scheint nun gescheitert: Das Verwaltungsgericht entschied, die Ortsplanung Linden nicht zu genehmigen. Anders als noch das Amt für Gemeinden und Raumordnung, das ehemalige Regierungsstatthalteramt Schlosswil und die Justiz- und Kirchendirektion hat das Gericht die Beschwerde von zwei Einwohnern gutgeheissen. Die Beschwerdeführer machten vor Gericht geltend, die Gemeinde habe den Baulandbedarf für die nächsten 15 Jahre falsch berechnet. Das Verwaltungsgericht stimmte ihnen zu: «Die Gemeinde Linden darf wegen ungenügender ÖV-Erschliessung nur den Mindestbedarf einzonen.» Nach dem Raumplanungsgesetz sollen nämlich Wohn- und Arbeitsgebiete einander zweckmässig zugeordnet und durch das öffentliche Verkehrsnetz erschlossen sein. «Gemeinden ohne hinreichende ÖV-Erschliessung wird lediglich das Halten der aktuellen Bevölkerung ermöglicht», erklärten die Richter. «Massgebend ist nur der zusätzliche Raumbedarf für die heute schon Ansässigen. Für Linden ergibt sich so ein Wohnzonenbedarf in 15 Jahren von 1,9 Hektaren», so die Verwaltungsrichter. Mit der Ortsplanungsrevision betragen die Baulandreserven jedoch rund 3,3 Hektaren. Die Gemeinde hat zu viel Bauland eingezont. «Soweit die Ortsplanungsrevision noch nicht rechtskräftig ist, darf sie nicht genehmigt werden», entschieden die Richter. «Dieses Urteil kam für mich sehr unerwartet und macht mich persönlich sehr betroffen. Dies vor allem, wenn man bedenkt, welche Konsequenzen das für unser Dorf haben kann», sagte Gemeindepräsidentin Linder gestern. Der Gemeinderat werde nun darüber entscheiden, ob er den Entscheid beim Bundesgericht anfechten will. Nora Scheidegger>

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