Zum Hauptinhalt springen

Die Frühstarterin aus Faulensee

LeichtathletikRahel Turtschi hat vor zwei Wochen einen neuen Schweizer U14-Rekord über 600 m aufgestellt. Die

Rahel Turtschi stammt aus einer sportlichen Familie. Ski alpin und Leichtathletik sind die Sportarten, die von den drei Töchtern der Familie ausgeübt werden. Auch Rahel Turtschi ist in beiden Sparten aktiv. «Im Winter fahre ich immer noch Ski und gehe ich immer noch in die JO», sagt die 12-Jährige. «Leichtathletik ist aber ganz klar mein Schwerpunkt». Mit gutem Grund. Rahel Turtschi ist eine Läuferin mit grossem Talent. Ende Juni hat sie an den Westschweizer Regionalmeisterschaften in Bern auf nationaler Ebene auf sich aufmerksam gemacht. Sie legte die 600 m in 1:38:21 zurück und stellte damit einen neuen Schweizer Rekord in der U14-Kategorie auf. Dabei war es ihr erstes 600-m-Rennen, zuvor war sie immer über die 1000-m-Distanz angetreten. «Ich hatte keine Ahnung, was mich da erwartet», sagt Turtschi rückblickend. «Ich bin einfach losgelaufen.» Talent rasch erkannt Rahel Turtschi war eine Frühstarterin, was den Sport betraf. Bereits mit 7 Jahren trat sie der Laufgruppe des TV Spiez bei und war damit eigentlich noch zu jung. «Ich habe rasch gesehen, dass sie Talent hat», sagt Turtschis Trainer Mauro Schneider. «Und auch ihre Einstellung zum Sport stimmt. Sie geht mit Freude ans Werk und ist gleichzeitig sehr ehrgeizig. Und sie weiss trotz eines jungen Alters bereits sehr gut, wie sich in einem Rennen taktisch verhalten muss.» Rasch machte die Berner Oberländerin aus Faulensee in den Nachwuchswettkämpfen wie dem Migros-Sprint oder der «Mille Gruyère» (1000-m-Lauf) auf sich aufmerksam. Turtschi gewann den nationalen 1000-m-Wettbewerb in ihrem Jahrgang bereits dreimal. Auch als Sprinterin läuft sie keine schlechten Zeiten. Im Kanton Bern vermochte sie sich über 60 m für den Endlauf der besten 6 zu qualifizieren. «Ich mache dies auch immer noch gerne, trainiere allerdings den Sprint nicht speziell», sagt die Schülerin. «Am liebsten laufe ich schon über die Mittelstrecken.» Gerne möchte sie sich aber einmal über eine längere Distanz, wie etwa 2000 m, versuchen. Trainingsumfang erhöhenTurtschi absolviert derzeit drei Trainings pro Woche. Dank ihrer Schnelligkeit und ihres Sprintvermögens könnte aus der Berner Oberländerin in Zukunft eine exzellente 800-m-Läuferin werden. «Über den weiteren Verlauf meiner Karriere habe ich mir allerdings noch keine Gedanken gemacht», sagt die Athletin aus Faulensee, die Ende August 13 Jahre alt wird. Nach den Sommerferien tritt sie in die 7. Klasse der Sekundarschule Spiez über. Rahel Turtschi könnte sich vorstellen, später in einem Sportgeschäft zu arbeiten. Im Winter legt sie in Crossläufen die Basis für die Sommersaison. «Schnee und Eis machen wir dabei nichts aus», sagt sie. Turtschi ist derzeit das Zugpferd der Laufgruppe der TV Spiez. «Um sich weiter zu entwickeln, wird Rahel ihren Trainingsumfang erhöhen müssen», sagt Trainer Schneider. «In ein bis zwei Jahren könnte sich die Frage stellen, ob ein Wechsel zu einem grösseren Verein angezeigt ist.» Reto Pfister>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch