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Die Buslinie 13 scheint gerettet

Die Grenchner Gemeinderatskommission hat beschlossen, die Buslinie 13 nach Staad einzustellen. Nun scheint die Linie aber gerettet: SP und CVP wollen das Angebot erhalten. Gemeinsam haben sie die Mehrheit im Gemeindrat.

Das Grenchner Jura-Taxi wird als Rufbus wohl auch in Zukunft in Richtung Staad abbiegen. Hinter der Rettung der Linie 13 in den Grenchner Wiler steht nämlich die Mehrheit des Gemeinderates.
Das Grenchner Jura-Taxi wird als Rufbus wohl auch in Zukunft in Richtung Staad abbiegen. Hinter der Rettung der Linie 13 in den Grenchner Wiler steht nämlich die Mehrheit des Gemeinderates.
Parzival Meister

Die Meldung, dass der Rufbus nach Staad eingestellt werden soll (vergleiche Kasten), löste viele Reaktionen aus. Die Bewohner des Grenchner Wilers wollten es nicht hinnehmen, vom öffentlichen Verkehr abgeschnitten zu werden. Ein Ehepaar sammelte 71 Unterschriften und reichte bei der Stadt eine Petition ein. Zudem hagelte es Leserbriefe. Und auch die P0litiker reagierten: Sowohl SP-Gemeinderat Remo Bill als auch CVP-Mann Thomas Marti reichten einen Vorstoss zur Rettung der Linie ein. Neue Lösung suchenGemeinderat Thomas Marti lebt selber in Staad und führte nach Bekanntwerden der Einstellung viele Gespräche mit den Wiler-Bewohnern. «Es gibt Leute ohne Auto in Staad, die wären dann von Grenchen abgeschnitten», so Marti. Der Landwirt weist zudem auf den Ausbau des Busangebotes in Grenchen sowie den Bau eines neuen Busbahnhofes am Südbahnhof hin und meint: «Man kann nicht soviel investieren und gleichzeitig Staad abschneiden.» Marti sagt aber, dass man das nächste Jahr nutzen müsse, um eventuell eine andere Lösung für Staad zu finden. Dieser Meinung ist auch SP-Gemeinderat Remo Bill. Er fügt aber an: «Das Kostenargument begreife ich, aber wir müssen ganzheitlich denken.» Staad gehöre zu Grenchen und könne nicht einfach vom öffentlichen Verkehr abgetrennt werden. Bill sagt, dass die ganze SP-Fraktion diese Meinung vertrete und einer Verlängerung der Defizitgarantie zustimmen werde. CVP-Mann Marti ist ebenfalls überzeugt, dass sein Ratskollege ihn in diesem Punkt unterstützen wird. Stimmen SP und CVP geschlossen (8 von 15 Stimmen), wäre die Linie also gerettet.FdP stimmt wohl auch zuEs zeichnet sich aber ein noch deutlicherer Sieg für die Linie 13 ab. Denn auch FdP-Fraktionschef Hubert Bläsi sagt: «Ich gehe davon aus, dass auch die FdP dahinter steht.» Bläsi hat das Geschäft zwar noch nicht mit seinen Parteikollegen diskutiert, steht aber persönlich hinter dem Rufbus. Er meint, der Entscheid der Gemeinderatskommission, die Linie einzustellen, habe sich nicht gegen Staad gerichtet. Der Rufbus habe halt einfach die «Spielregeln» nicht erfüllt, also die erhoffte Auslastung nicht erreicht. Bläsi hofft, dass im nächsten Jahr eine kostengünstigere Variante erarbeitet werden kann.Gegen die Defizitgarantie stimmen wird wohl einzig die SVP. Gemeinderat Heinz Müller sagt zwar: «Ich bin der Meinung, dass man den Wiler Staad nicht einfach vom öffentlichen Verkehr abschneiden kann.» Er fügt aber an, diese Kosten solle nicht die Stadt übernehmen. Der Busbetrieb müsse dafür auf einer anderen Linie sparen.Im September vor dem RatWie geht es weiter? Die Rettung der Linie 13 wird wohl bereits in der Gemeinderatssitzung vom 15. September beschlossen. Stadtschreiber François Scheidegger geht jedenfalls davon aus, dass die politischen Vorstösse und die Petition aus der Bevölkerung in der nächsten Ratsstizung traktandiert sein werden. So würde die Defizitgarantie dann ins Budget aufgenommen werden, das im Oktober in den Gemeinderat kommt.

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