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«Die Besuche sind Lichtblicke»

Ein langjähriges und gefragtes Angebot: der Besuchsdienst der reformierten Kirchgemeinde Thun-Strättligen. Heute findet ein Informationsanlass statt. Der nächste Ausbildungskurs ist für Anfang nächsten Jahres geplant.

Obwohl Einsamkeit nicht altersgebunden ist, leiden besonders oft alte Menschen darunter. Menschen, die alleine in ihren Wohnungen leben, keine Familien haben oder deren Verwandte weit weg wohnen, verlieren zunehmend den Kontakt zur Aussenwelt. Diesen Problemen will der Besuchsdienst der reformierten Kirchgemeinde Thun Strättligen entgegenwirken (wir berichteten). Fast drei Jahre gehören Ursula Bischoff und Margrit Flückiger den Freiwilligen des Besuchsdienstes an. «Wir schenken ihnen Zeit» «Wir besuchen einmal pro Woche alleinstehende Personen zu Hause oder im Altersheim», erklärt Bischoff. «Wir hören ihnen zu, schenken ihnen Zeit und versuchen, auf ihre Wünsche einzugehen.» Oftmals sei das neben den Gesprächen auch das gemeinsame Einkaufen oder ein Spaziergang, ergänzt Flückiger. «Besonders Spaziergänge sind wichtig, damit die Leute wieder einmal aus den eigenen vier Wänden herauskommen.» Die Besuche seien für viele Menschen Lichtblicke. Liebe zu den Menschen Was ist die Motivation, so viel Zeit ehrenamtlich in eine Sache zu investieren? Für die beiden Frauen ist die Antwort einfach: «Man muss es aus Liebe zu den Menschen tun. Und obwohl die Arbeit nicht entlöhnt ist, bekommt man auch viel zurück», erklärt Flückiger. «Für Menschen, die etwas Sinnvolles tun möchten und ein bisschen Zeit erübrigen können, ist es eine schöne Arbeit», betont auch Bischoff. «Während meiner Arbeit bei der Spitex und im Altersheim habe ich selber erlebt, dass man oftmals einfach keine Zeit hat, mit den Menschen ausführlich zu reden, weil man unter Zeitdruck ist. Wir Mitarbeitende vom Besuchsdienst haben die Chance, uns Zeit nehmen zu können.» Erfahrung nicht Bedingung Mit dieser Berufserfahrung bringt Bischoff das ideale Vorwissen mit. «Das ist zwar praktisch, aber keine Bedingung für den Besuchsdienst», betont Ursula Bischoff. «Alles, was man braucht, um beim Besuchsdienst zu arbeiten, lernen wir bei den Schulungen für den richtigen Umgang mit alten Menschen. Zusätzlich treffen wir uns regelmässig zum gemeinsamen Austauschen. Ein Vorwissen ist also nicht notwendig, denn es geht darum, Freude zu bereiten, und das kann jeder.» Therese Krähenbühl Informationsabend zur Ausbildung für den Besuchsdienst der Kirchgemeinde Thun-Strättligen, morgen Donnerstag, 19.11., von 19.30 bis 21 Uhr im Kirchgemeindehaus Markus, Schulstrasse 45B, 3604 Thun. Bei Fragen Sekretariat der Kirchgemeinde: 033 334 67 70. >

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