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Die Berner in Benis Castingshow

TVIn «Einer wie Beni» sucht das Schweizer Sportfernsehen (SSF) ab morgen einen Fussballkommentator mit dem Format von Beni Turnheer. Zwei Berner sind im Rennen um den begehrten Job.

Punkto Sprachaffinität und Moderationstalent steht der Berner Mike Bucher der TV-Legende Beni Turnheer in nichts nach. In der Castingsendung «Einer wie Beni» muss sich der selbstständige Moderator aber als Fussballkommentator beweisen. Und diesbezüglich wird er wohl «nie ein Beni sein». Im Gegensatz zu Turnheer stecke in ihm vielmehr ein sachlicher Sprecher als ein «Schnurri der Nation», sagt Bucher. Auch liege ihm das Faktenvermitteln mehr als Benis berühmtes Sprüchereissen. Trotzdem will Mike Bucher ab morgen im Schweizer Sportfernsehen (SSF) beweisen, dass in ihm ein wortgewandter Fussballexperte schlummert. Und dass er genau der Richtige ist für den Job als Livekommentator der Challenge-League-Spiele. Der 31-jährige Moderator und Co-Leiter des internationalen Kurzfilmfestivals Shnit hofft, dass seine Sprüche ankommen, auch wenn sie vielmehr informativ als übertrieben witzig sind. Keiner wie das Original Neben Mike Bucher ist mit Markus Hubacher aus Jegenstorf ein weiterer Berner im Rennen um den Fernsehjob. «Ich habe erst am letzten Castingtag von der Sendung erfahren und bin spontan hingereist», sagt der 23-Jährige. Vorbereiten habe er sich in der Hitze des Gefechts nicht mehr können. «Ich habe einfach versucht, ich selber zu bleiben», sagt Hubacher. Turnheer habe darauf sehr aufgestellt und freundlich reagiert. «Es geht ja auch nicht darum, Beni Turnheer zu imitieren», sagt Mike Bucher. «Beni ist ein Original.» Ehrgeiz und Plausch Im Gegensatz zu Bucher, der zwar noch nie ein Fussballspiel kommentierte, aber auf eine fünfjährige Moderatorenlaufbahn zurückblickt, hat Markus Hubacher bei Fussballübertragungen immerhin ein bisschen «mitgliiret». Und «geblufft», wie gerne er selber mal einen Match kommentieren würde. «Am Casting habe ich gemerkt, dass man diesen Job nicht unterschätzen darf», so der YB-Fan. «Einfach nur Goal zu rufen, reicht noch lange nicht.» «Für mich ist die Stimme die grösste Herausforderung», sagt Mike Bucher. «Ich habe 30 Jahre lang geredet, ohne mir viel Gedanken darüber zu machen, wie meine Stimme klingt.» Bei einem Kommentator wie Beni Turnheer bewundere er die angenehme Stimmlage und die Fähigkeit, gehört zu werden, ohne schreien zu müssen. Als möglicher Anwärter auf die Kommentatorenstelle beim SSF ist er nun dabei, seine Stimme mit einem Vocalcoach zu trainieren. Selbst wenn er nicht gewinnen sollte, will Mike Bucher von der Castingsendung profitieren. «Das Format gibt mir die Möglichkeit, mich der breiten Öffentlichkeit zu zeigen.» Sieg oder nicht – Mike Bucher will weiterhin als Moderator tätig bleiben. Und Markus Hubacher bleibt Kundenberater, wie bisher. «Ich sehe die Teilnahme an diesem Casting als Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln.» Öde Aufwärmrunde Zu beeindrucken haben Mike Bucher, Markus Hubacher und ihre über 1400 Mitbewerberinnen und Mitbewerber Jury-Oberhaupt Beni Turnheer, SSF-Programmleiterin Claudia Lässer sowie den ersten prominenten Gastjuror Hanspeter Latour. Eine Expertenrunde, die sich weder spritzig, witzig noch konstruktiv zeigt. Die öde Aufwärmrunde mag aber auch an der tristen Atmosphäre am Drehort liegen. Das erste Vorsprechen findet unter Neonröhrenlicht in einem Fitnessraum statt. Umso origineller ist die Auswahl jener 30 «Benis», die es dank wildem Gestikulieren, komischen Grimassen, abgedroschenen Floskeln oder plötzlichem Stimmverlust in die erste Sendung schaffen. Nicht alle, die mit wahrem Talent gesegnet sind, sind in der ersten Ausgabe von «Einer wie Beni» zu sehen. Sicher ist aber, dass übernächsten Sonntag elf Finalisten weiter um den begehrten «Beni»-Titel kämpfen werden.Miriam Lenz;Einer wie Beni: immer sonntags um 20 und 22 Uhr im Schweizer Sportfernsehen (SSF). www.einerwiebeni.ch>

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