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Details des deutschen Atomausstiegs

Bis spätestens 2022 will Deutschlands Regierung den Atomausstieg. Nicht alle AKW werden aber vollständig abgeschaltet. Ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse, die gestern besiegelt wurden:

Endjahr 2022: Die meisten Meiler sollen bis 2021 vom Netz, drei AKW sollen bei Bedarf bis 2022 Strom produzieren. Sie sind eine Art Sicherheitspuffer, falls es mit der Energiewende nicht schnell genug vorangeht. AKW in «Stand by»-Betrieb: Gerade an trüben, kalten Wintertagen gibt es kaum Solarstrom und da die EU-Nachbarn ihren Strom selbst brauchen, verringert sich eine Abfederung von Engpässen durch Importe. Deshalb soll ein Kraftwerk als stille Reserve im «Stand by»-Modus erhalten bleiben. Zeichnen sich Engpässe ab, könnte der Meiler wieder Strom produzieren. Die Kosten dafür könnten bis zu 50 Millionen Euro pro Jahr betragen. Zahlungen der Konzerne: Die Atomsteuer bleibt. Bisher sollten bis 2016 rund 2,3 Milliarden pro Jahr aus der Kernbrennstoffsteuer in die Kassen des Bundes fliessen. Bei einem Aus für bis zu acht AKW verringern sich die Einnahmen auf 1,3 Milliarden Euro pro Jahr. Zudem muss Fonds zum Ausbau der Ökoenergien reformiert werden. Der Fond war bisher zur Abschöpfung der Gewinne aus längeren Laufzeiten eingerichtet. Bei einer Rücknahme der Laufzeitverlängerung werden die geplanten Zahlungen in den Fonds von rund 16 Milliarden Euro hinfällig. Konsens mit der Opposition: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel präsentierte ihre Ergebnisse am Sonntagabend den Partei- und Fraktionschefs von SPD und Grünen. Ob sie tatsächlich ins Boot zu holen sind, muss sich zeigen. Aber es ist schon ungewöhnlich, dass Merkel derart auf die Opposition zugeht. Die SPD scheint eher zu einem Konsens bereit als die Grünen.sda>

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