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Der Tipp des Gärtners

Wer die Vielfalt auf dem Teller liebt, der setze auf seinem «Pflanzblätz» die Gemüsesorten bunt gemischt, rät Gärtner Jürg Hädrich.

Mit zarten Bewegungen faltet Jürg Hädrich, 57, mächtige Blätter auseinander und legt einen Blumenkohl frei. Er wird nicht in der Küche enden, sondern als Samenspender für die Zucht dienen. Der passionierte Pflanzenzüchter und Kursleiter auf dem Bio- Schwand bei Münsingen rät für den Gemüseanbau im Hausgarten zur Mischkultur. «Setzen wir geeignete Pflanzen zusammen, unterstützen sie sich gegenseitig im Wachstum und erhalten durch eine ausgeglichene Fruchtfolge die Fruchtbarkeit des Bodens», erklärt Hädrich. Mischkulturen bedeuteten Vielfalt auf engstem Raum. In Japan würden selbst auf Dächern kleine Mischgärten angelegt. Vier bis sieben Ernten Wie ein Mischgarten in der Praxis funktioniert, lässt sich auf dem Schwand bei Münsingen auf den 14 Mischbeeten von Arthasamen anschauen. Unter dieser Marke verkauft Hädrich alte und neue Gemüsesorten für den Hausgarten. Seit über dreissig Jahren setzt er sich für die Erhaltung der Artenvielfalt ein. Mischkultur bedeutet bei Jürg Hädrich Gleichzeitigkeit, aber ebenso die richtige Abfolge übers Gartenjahr. Bestimmend sei die Hauptkultur, ergänzend plane er eine Vor- und Nachkultur ein, fallweise noch Zwischenkulturen. «Das bedeutet vier bis sieben Ernten pro Beet und Gartenjahr.» Kohl liebt Dill Eine mögliche Abfolge je nach Vorliebe könnte sein – erste Kultur: Stangenbohnen, darunter Kresse, Radiesli, Lattich, Mairettich; dann als zweite Kultur Randen und Kohlrabi; als dritte Kultur Nüsslersalat und Winterlauch. Nicht alle Gemüsesorten vertragen sich gleich gut. Gute Gspänli im Gemüsebeet sind Erbsen und Rosenkohl, Kefen und Kohlrabi, Knollensellerie und Tomaten, Kohl und Dill, Kopfsalat und Karotten, Kopfsalat und Lauch, Schnittmangold und Buschbohnen, Schwarzwurzeln und Karotten, Spinat und Lauch, Stangenbohnen und Nüssler oder Zuckermais und Buschbohnen. Schlecht vertragen sich Bohnen und Zwiebeln, Stangenbohnen und Kohl, Buschbohnen und Fenchel, Tomaten und Fenchel, Zucchetti und Kohlrabi oder Zuckermais und Sellerie.uvwBesuche in Hädrichs Garten sind möglich: www.bioschwand.ch.>

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