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Der Sportfonds bekommt mehr Geld

Geht es nach der Berner Regierung, fliessen künftig nicht 25, sondern 35 Prozent der Lotteriegelder in den Sportfonds.

Dem Sportfonds des Kantons Bern geht es schlecht. 2005 hatte er noch einen Nettobestand von über 16 Millionen Franken, 2009 war dieser auf 3 Millionen geschrumpft. Deshalb hat der Regierungsrat letzten Herbst die Sportfondsverordnung geändert und Sanierungsmassnahmen beschlossen: Die Beitragssätze wurden gesenkt, und auch Grossprojekte sollen nicht mehr als 2 Millionen erhalten. 25 Millionen-Spritze Die eben erst überarbeitete Verordnung wird wohl schon bald wieder geändert. Denn gestern hat Polizeidirektor Hans-Jürg Käser (FDP) die Teilrevision des Lotteriegesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Diese sieht vor, dem kränkelnden Sportfonds mit einem einmaligen Beitrag von 25 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds wieder auf die Beine zu helfen. Doch das genügt nicht. Denn in der vergangenen Junisession hat der Grosse Rat eine Motion von Andrea Zryd (SP, Adelboden) überwiesen, die die 2-Millionen-Grenze wieder abschaffen will. Damit sie dies umsetzen und die Liquidität des Sportfonds langfristig sichern kann, schlägt die Regierung nun vor, die Sportkasse künftig grosszügiger zu alimentieren: Bisher fliessen maximal 25 Prozent der Gelder aus dem Lotteriefonds in den Sportbereich, künftig sollen es 35 Prozent sein. In absoluten Zahlen ausgedrückt: Statt mit 13 soll der Sportfonds in Zukunft jährlich mit 18 Millionen Franken gespeist werden. Dickes Polster Laut Jean-François Jöhr, stellvertretender Generalsekretär der Polizei- und Militärdirektion, bleibt damit immer noch genug Geld im Lotteriefonds, sodass vorläufig keine konkreten anderen Projektanträge gekürzt werden müssten. Denn in der Zeit zwischen 2005 und 2009 sei der Nettobestand des Lotteriefonds von 16,8 auf 54,4 Millionen Franken angewachsen. 10 Prozent fliessen in den Bereich Kultur. Mit dem übrigen Geld finanziert der Lotteriefonds ökologische, touristische, wissenschaftliche, gemeinnützige und wohltätige Vorhaben. Die Vernehmlassung läuft bis am 13.Oktober. Die Regierung hofft, dass der Grosse Rat die Revision in nur einer Lesung beschliessen wird und das Gesetz nächstes Jahr in Kraft treten kann. Die Eile liegt laut Jöhr «im Interesse des Sportfonds», der somit bereits 2011 mit der 25-Millionen-Spritze gestärkt werden könnte. Susanne Graf >

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