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Der Meister im Glück

Wäseli hat ein durch spezielle Wetterbedingungen geprägtes Spitzenspiel in Zuchwil gewonnen und steuert erneut Richtung Meistertitel.

Als am Sonntagnachmittag kurz nach 17 Uhr das NLA-Spitzenspiel zwischen Zuchwil und Wäseli zu Ende ging, schien die Sonne. Wäselis Spielführer Erwin Schmid sagte: «Wir haben heute ein gutes Spiel gezeigt und uns den Sieg verdient.» Mit 121 Punkten Vorsprung hatte der Leader das Spiel beim Zweitplatzierten gewonnen und einen weiteren Schritt gemacht, zum dritten Mal in Folge den Schweizer-Meister-Titel zu holen. Der grosse Vorsprung allerdings widerspiegelte die Kräfteverhältnisse nur bedingt. Die Wetterverhältnisse hatten während des Spiels eine grosse Rolle gespielt. Schlechtwetterfront. Kurz nach Spielbeginn zog eine Schlechtwetterfront über Zuchwil. Die Solothurner waren als Erste mit Schlagen an der Reihe gewesen und durch den starken Regen benachteiligt gewesen. Dennoch ging die Partie weiter, erst nach dem 14. von 19 Schlägern gab es mit Einverständnis beider Teams einen Unterbruch. «Wir sind nicht Sandra Boner», meinte Jürg Eggimann, der Spielführer von Zuchwil. Die aus dem Kanton Solothurn stammende SF-Wettermoderatorin hätte wohl den Hornussern mitteilen können, dass im Laufe des Nachmittags eine Wetterbesserung eintreten würde. «Wir hatten die Wetterprognosen angeschaut und waren davon ausgegangen, dass es während des ganzen Spiels immer wieder regnen würde. Hätten wir gewusst, dass die Bedingungen so rasch besser werden, hätte ich früher versucht, das Spiel unterbrechen zu lassen», erklärte Eggimann. Der Niederschlag hörte bald auf, und Wäseli konnte bei trockenen Verhältnissen seinen ersten Schlagdurchgang absolvieren. Der Titelverteidiger totalisierte bei Spielhälfte bereits 104 Punkte mehr als sein Kontrahent. Eine Differenz, die für den Gegner nicht mehr aufzuholen war. Der Meister im Glück. Wäseli hätte den Spitzenkampf wohl auch ohne die Wetterkapriolen für sich entschieden. Im zweiten Umgang, den beide Mannschaften bei ähnlichen Bedingungen absolvierten, erzielten die Gäste 17 Punkte mehr als Zuchwil. Ganz chancenlos wären die Solothurner aber nicht gewesen. Wäseli ist generell in der laufenden Saison vom Glück begünstigt. Die Vechiger stellen erneut das klar schlagstärkste Team in der Liga. Es ist jedoch nicht selbstverständlich, dass sie zwei Runden vor Ende der Meisterschaft die Rangliste der NLA anführen. «Wir spielen eine gute Saison, aber etwas Glück war auch dabei», sagte Spielführer Schmid. «In den Spielen gegen Mättenwil-Zofingen und Höchstetten hätten wir auch weniger Punkte holen können.» In der Partie gegen die Aargauer kassierte Wäseli eine Nummer. Da der Gegner dreimal den Hornuss ins Ries fallen lies und Wäseli so das Spiel noch gewann, wurden dem Titelverteidiger zwei Zähler statt nur ein Punkt gutgeschrieben. Im Spiel gegen Höchstetten wies der Gegner klar mehr Schlagpunkte als Wäseli auf, kassierte jedoch auf unglückliche Weise eine Nummer. Die Vechiger beendeten so auch diese Partie als Sieger und holten vier statt zwei Punkte für die Rangliste. Ohne die Zähler aus diesen beiden Spielen wäre Wäseli aktuell Zweiter und nicht Erster. Konzentriert bleiben. Für Wäseli stehen Ende Juli und Anfang August nun noch die Partien gegen Krauchthal-Hub und Belp-Toffen auf dem Programm. Die beiden Teams kämpfen gegen den Abstieg und dürften Wäseli nach Schlagpunkten kaum gefährlich werden. Kassiert das Team keine Nummer, wird es sich am 6.August zum dritten Mal in Folge und zum zehnten Mal insgesamt als Meister feiern lassen. «Wir müssen jedoch konzentriert bleiben», warnte Schmid. «Abgerechnet wird erst am Schluss.» Reto Pfister>

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