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Der Berner Bär beim Schloss steht Kopf

InterlakenDie Kantonsfahne beim Schloss hing seit einigen Tagen verkehrt herum. Es war keine Absicht, wie der Regierungstatthalter erklärte.

Die Berner Fahne steht Kopf, just beim Schloss Interlaken, wo bekanntlich auch das Regierungstatthalteramt seinen Sitz hat. Aufmerksamen Lesern dieser Zeitung ist der auf dem Kopf stehende Bär aufgefallen, das gefallene Wappentier wurde auch fotografiert. «Das darf nicht sein», erklärt Andreas Ruef aus Oberried. Auf ein solches Symbol müsse man Stolz sein und es entsprechend behandeln. Gemäss Lexikon wurde mit der Trennung der Stadt Bern und des Kantons Bern 1831/32 das Wappen der Stadt und Republik Bern zum Kantons- und Stadtwappen. 1944 auch zum Wappen des Amtsbezirks Bern, als die Wappen der Bezirke und Gemeinden des Kantons Bern festgelegt wurden. Bekannt war der Bär, der «auf goldener Strasse aufwärtsschreitet» schon viel früher. Die ältesten bekannten Verwendungen des Bären als Emblem der Stadt Bern sind ein Stadtsiegel von 1224 sowie Münzen von 1228. Es gelte als selbstverständlich, dass der Bär männlich sein müsse und dass sein geöffneter Rachen mit der ausgeschlagenen Zunge die Wehrhaftigkeit zu betonen habe, heisst es weiter. Zum Fahnendreher nimmt der Regierungsstatthalter Walter Dietrich vom Verwaltungskreis Interlaken-Oberhasli Stellung. «Die Fahnen stehen dort seit der Zusammenlegung der Verwaltungskreise Interlaken und Oberhasli im vergangenen Jahr», erklärt er auf Anfrage. Links vom Bär hängt der Adler aus dem Meiringer Wappen, rechts der Steinbock aus Interlaken. Während den Wintermonaten werden die Fahnen jeweils abgezogen. «Mit den steigenden Temperaturen werden die Fahnen wieder aufgezogen», so Dietrich. Dabei sei offenbar ein Fehler passiert. Aber: «Zwischenzeitlich wurde die Fahne wieder gedreht.» Er sei Stolz auf die Fahne. «Nun geht es dem Bären wieder besser, das freut mich», sagt Walter Dietrich abschliessend. Fritz Lehmann >

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