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Das Spital haftet

Im Kantonsspital Freiburg gab bei einer Geburt Unterlassungen. Das Bundesgericht hat jetzt bestätigt, dass das Spital haftet.

Das Bundesgericht stützt einen Entscheid des Freiburger Kantonsgerichts: Die Ärzte des Kantonsspitals haben im Juni 1997 bei einer Geburt ihre Sorgfaltspflicht verletzt. Das Spital haftet darum und muss der Familie des Mädchens Schadenersatz und Genugtuung zahlen. Der Invalidenversicherung muss das Kantonsspital die geleisteten Pflegekosten zurückerstatten. Im Dezember 2009 hat das Freiburger Kantonsgericht entschieden, dass die Ärzte des Kantonsspitals Freiburg bei der Geburt des Mädchens «pflichtwidrige Unterlassungen» begangen haben und zwischen diesen Unterlassungen und der Behinderung des Mädchens ein Zusammenhang besteht. Die Aufzeichnungen des Wehenschreibers wurden falsch interpretiert, was zu Komplikationen führte. Das Mädchen wurde ohne Lebenszeichen praktisch tot geboren und reanimiert. Sie ist körperlich und geistig schwerst behindert und muss lebenslang intensiv gepflegt und betreut werden. Das Kantonsgericht kam zum Schluss, dass die Ärzte einen Kaiserschnitt hätten anordnen sollen. Wegen «mehrerer und teilweise schwerer Sorgfaltspflichtverletzungen» hätten sie dies nicht erkannt. Das Bundesgericht stützt diese Ansicht auf der ganzen Linie. Die Höhe des Schadenersatzes und des Genugtuungsanspruches wird in einem zweiten Verfahren geklärt. Dieses wird wohl zwei bis drei Jahre dauern. Total geht es um rund 13 Millionen Franken.njb/hus >

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