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Das Hotel ist sanft ausgebaut worden

oeschinenseeSeit 1892 gibt es das Hotel Oeschinensee; seit 30 Jahren wird dieses von Susanne und David Wandfluh geführt. Der pflegliche Umgang mit der Natur steht für den Betrieb im Unesco-Weltnaturerbe im Zentrum, was auch beim Ausbau

2011 ist für Susanne und David Wandfluh das Jahr, um auf eine bewegte Zeitepoche zurückzublicken: Seit 30 Jahren führen sie in vierter Generation das Hotel Oeschinensee mit Blick auf den tiefblauen Alpensee und die Blümlisalp-Gletscherwelt. In diesem Jahr ist nun auch der schrittweise über mehrere Jahre erfolgte Ausbau beendet worden. Welche Eckpunkte waren für Wandfluhs dabei massgebend? Da sind einmal die betrieblichen Investitionen, die getätigt wurden. Dazu gehören unter anderem die sanfte Erneuerung der Hotelzimmer, des Restaurants und der Aufenthaltsräume. Optimiert wurden die Betriebsabläufe im Bereich Küche/Buffet. Der umweltfreundliche Anspruch kam voll zum Zuge: Neben der 1998 installierten Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung isolierten die Wandfluhs die Gebäudehülle und sanierten energiesparend die technischen Anlagen. Fazit: Die wohltuende Ausstrahlung der erneuerten Zimmer und Räume des Belle-Epoque-Gasthauses hat noch gewonnen. Steine kamen von oben Dazu trägt auch der verwendete Baustoff wesentlich bei: Bergholz aus dem Alpwald. Die Natursteinstützen der Gebäude haben zudem eine besondere historische Geschichte. Es sind laut der Kandersteger Geologiestudentin Irene Kallen Kalksteine aus dem Berg- und Felssturzgebiet rund um den Oeschinensee. Naturereignisse haben vor mehreren 1000 Jahren bekanntlich den weltberühmten Alpensee gebildet. Steinhauer Viktor Buarotti erstellte nach dem Zweiten Weltkrieg diese Natursteinstützen. Sie kommen nun im integrierten Erweiterungsbau voll zur Geltung. All die Jahre begleitete ein einheimisches Architekturbüro die Bauarbeiten. Ins touristische Gesamtbild passt auch die Land- und Forstwirtschaft. Die Wandfluhs führen einen Bio-Landwirtschaftsbetrieb. Am Besuchstag kamen sie soeben von ihrer Schafherde an der «Bire» zurück. David Wandfluh koordiniert auch die Nutzung des Alpwaldes, der der Alpkorporation gehört. Natur als Kapital Die Hoteliers schätzen die noch intakte Landschaft als grösstes Kapital. Sie sagen aber auch, dass die touristische Entwicklung überlebenswichtig ist: «Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.» «Wichtigs-tes Kapital ist und bleibt aber unser Mitarbeiter und Partner Mensch», erklären Wandfluhs. Weiter werden nebst den eigenen Landwirtschaftsprodukten soweit möglich solche aus der Region bezogen. Die Weine kommen ausschliesslich aus der Schweiz. Das Gebiet Oeschinensee ist in das Unesco-Welterbe aufgenommen worden. Die Wandfluhs sehen das als Anerkennung für die naturnahe und nachhaltige Nutzung ihrer Alpen. Samuel RyterHotel Oeschinensee:geöffnet Mai bis Oktober und Dezember bis März, Restaurationsbetrieb mit 280 Sitzplätzen, 40 Einzel-, Zweier- und Mehrbettenzimmer. 18 Mitarbeiter im Sommer, 8 im Winter. Das Hotel wurde gebaut 1892 durch David Wandfluh (geboren 1851) und Maria (geborene Ogi, 1854). Auf die Erbauer folgten David Wandfluh (1876) und Liseli Luginbühl (1885), David Wandfluh (1916) und Verena Berger (1925) sowie David Wandfluh (1953) und Susanne Gerber (1959) mit den Söhnen David (1984) und Christoph (1985). >

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