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Das digitale Kino ist bereits in Sichtweite

OberhasliDas Meiringer Kino soll den Anschluss nicht verpassen: In absehbarer Zeit wird die Vorführkabine die Zusatzausrüstung für digitales Filmmaterial bekommen. Der bewährte 35-mm-Projektor wird aber nicht ausgemustert.

Dies erfuhren die Mitglieder des Fördervereins Cinéma Meiringen aus dem Munde von Vorstandsmitglied Christoph Moor. «Wir müssen die neue Technik übernehmen, weil viele wichtige Filme nur noch im Digital-Format erhältlich sind», sagte Moor, «und wir rechnen dafür mit Kosten zwischen 100000 und 150000 Franken. Die Preise dürften jedoch fallen, darum warten wir mit dem Umrüsten noch etwas zu.» Mehr Besucher Im vergangenen Jahr registrierte das Kino 5660 Besucher. Das sind 14 Prozent mehr als im Vorjahr. «Wir bewegen uns damit wieder im Bereich der Saison 2007/2008», sagte Hanna Gubler Ursin, «und hoffen, dass die Talsohle hinter uns liegt.» Die Präsidentin des Fördervereins machte auf einige zuschauermässig besonders erfolgreiche Vorführungen aufmerksam, verschwieg aber nicht , dass es auch unterdotierte Anlässe zu verzeichnen gab. Beliebter «Käsemacher» Der Dokumentarfilm «Die Käsemacher» von Sarah Fasolin lockte 628 Personen in die bequemen Fauteuils, Filmvorführungen im Beisein der Regisseure hingegen bleibt der Erfolg in der Regel versagt: Der Delfin-Killer-Doku «Die Bucht» wurde dreimal gezeigt, Buchautor Hans-Peter Roth reiste zweimal nach Meiringen, nur 22 Menschen sahen sich den Streifen an. «Weil Vorstellungen mit Regisseurbesuch weniger als zehn Personen ins Kino zu holen vermögen, nehmen wir künftig Abstand von solchen Aktionen», gab Hanna Gubler zu verstehen. Den Guttanner Kilian Leuthold wählte die Mitgliederversammlung zum neuen Vereinskassier, er übernimmt den Posten von Patrick Schaller. Der Platzanweiser Beat Fischer arbeitet künftig als Operateur, Isabel von Bergen tritt neu als Platzanweiserin an. Cinéma Meiringen kann nur dank ehrenamtlicher Arbeit und kleinen Personalentschädigungen weiterexistieren. Nach zwanzig sehr intensiven Kinojahren gibt Willy Renfer nun auch seinen letzten Cinéma-Posten auf – den des Revisors. Was, wo, wann und wie er im Kino alles instand zu halten hatte, hielt der Scheidende fest: in einem Aufgaben- und Arbeitshandbuch für seine Nachfolger. Ein «lebenslanger Kinopass» ist das Geschenk , das die Präsidentin ihm überreichte. Herbert Ritzi, der 2010 sein 30-Jahr-Kino-Jubiläum feierte, ging Anfang 2011 in Teilpension. Als Operateur bleibt Herbert Ritzi dem Cinéma weiterhin treu.André Hug>

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