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Bürde für Besitzer?

Häuser/Kanton BernDie Berner Wirtschaftsverbände warnen: Die Annahme der Energieinitiative «Bern erneuerbar» würde Hausbesitzer zu sehr hohen Investitionskosten zwingen.

Eine Annahme der Volksinitiative «Bern erneuerbar» würde Hausbesitzer im Kanton Bern teuer zu stehen kommen. Das schreiben die Dachorganisation der Berner KMU, der Handels- und Industrieverein, der Hauseigentümerverband und der bernische Arbeitgeberverband gestern in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Initiative verlangt, dass ab 2035 der gesamte Strombedarf sowie die Energie für Heizung und Warmwasser mit erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden müssen. Das würde eine Sanierungspflicht für viele Hausbesitzer mit sich ziehen. Die Berner Wirtschaftsverbände liessen nun durch ein Ingenieurbüro berechnen, was das für Liegenschaftsbesitzer ganz konkret bedeuten würde. Die Experten kamen zu folgendem Schluss: Bei 70 Prozent aller Gebäude wäre eine Totalsanierung nötig. Weitere 25 Prozent der Gebäude müssten zumindest teilsaniert werden. Das ergibt gemäss den von den Wirtschaftsverbänden beauftragten Experten einen Investitionsbedarf von 65 bis 91 Milliarden Franken bis ins Jahr 2050. Gemäss den Wirtschaftsverbänden «wird verkannt, dass es bei der vorliegenden Initiative nicht primär um die Frage der Energieversorgung geht, sondern darum, in bestehenden Gebäuden die gesamten Heizsysteme umzubauen». Die Wirtschaftsverbände «warnen den Grossen Rat eindringlich davor, die Initiative zu unterstützen». Der Hintergrund: Der Regierungsrat und eine knappe Mehrheit der vorberatenden Kommission unterstützen die Initiative. Mit ihrer Mitteilung wollen die Wirtschaftsverbände nun wenigstens den Grossen Rat auf ihre Seite bringen. Der Grosse Rat wird ? gemäss Plan ? nächste Woche darüber debattieren. Letztlich wird aber das Berner Stimmvolk entscheiden, ob die von der Initiative vorgesehene Regelung eingeführt wird oder nicht. ma>

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