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Blocher zur Schweiz und zur EU

WimmisAn der Wahlveranstaltung der SVP Berner Oberland traten nebst Kantonalpräsident Rudolf Joder und Ständerat Adrian Amstutz als Hauptredner Alt-Bundesrat Christoph Blocher zum Thema «Schweiz und EU» auf.

Inzwischen haben sich wohl die meisten Parteien, Politiker und Verbände klar oder dann eben mehr oder weniger halbherzig vom EU-Beitritt der Schweiz verabschiedet und sich teils vordergründig mit den bilateralen Verträgen angefreundet. Aber die SVP traut offenbar dem Frieden noch nicht ganz. So war es nicht überraschend, dass die Oberländer Volkspartei an ihrem Parteitag Christoph Blocher zum Thema «Schweiz und EU» referieren liess. Der gut besuchte Anlass fand unter der Leitung von Grossrat Thomas Knutti am Samstag in der Mehrzweckhalle Herrenmatte in Wimmis statt. Anwesend war die ganze Berner SVP-Prominenz mit vielen National-, Stände- und Grossräten. Der ehemalige Bundesrat Christoph Blocher ging mit der EU hart ins Gericht. «Die EU kündigt ständig neue Projekte und Deklamationen an, die dann hektisch wieder umgekippt werden. Die Leute haben das Vertrauen verloren», sagt Blocher. «Als ich seinerzeit die EU zur Fehlkonstruktion erklärte, wurde ich fast gesteinigt, heute ist das jedoch die allgemeine Meinung, wenigstens bis zu den Wahlen», so der Zürcher Parlamentskandidat. Volksentscheide akzeptieren «Die Schweiz ist das erfolgreiche Gegenmodell zur Europäischen Union. Hätten wir nicht die direkte Demokratie, wäre die Schweiz schon lange in der EU. Aber die Schweizer wollen das nicht, auch wenn Politik, Verbände und die Wirtschaft schon zu EWR-Zeiten die Katastrophe und die drohende Verarmung unseres Landes an die Wand malten», ist Blocher überzeugt. Heute herrsche allseits Opportunismus, ein EU-Beitritt sei plötzlich kein Thema mehr, so rundum die Lippenbekenntnisse. Auch Kantonalpräsident und Nationalrat Rudolf Joder wandte sich vehement gegen einen EU-Beitritt: «Wir sind nur dort dabei, wo wir auch mitreden und nicht nur mitbezahlen dürfen.» Ständerat Adrian Amstutz warnte vor dem Druck von aussen: «Heute wie früher gab es Leute, die den Gesslerhut gegrüsst haben. Bei allen Druckversuchen von aussen geht es letztlich darum, Geld aus uns herauszuholen. Die Methode: Angst machen. Und die Bundesräte sind leider zu schwach, um sich zu wehren.» Für musikalische Unterhaltung sorgten die Musikgesellschaft Wimmis und das Schwyzerörgeliquartett Arisgruess.Ulrich Krummenacher>

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