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Björn mit Gala zum Sieg

GolfDas Turnier in Crans-Montana hat mit dem Dänen

Keiner der Golfstars Rory McIlroy, Lee Westwood und Martin Kaymer hatte in der Schlussrunde des Omega European Masters in Crans-Montana die Nase vorn. Dennoch brachte das Turnier auf dem Walliser Hochplateau abermals einen äusserst prominenten Sieger hervor: Thomas Björn. Der 40-jährige Däne, einer der erfolgreichsten europäischen Golfer der letzten 15 Jahre, zeigte am Schlusstag ein Spektakel und eine Galavorstellung. Mit einem Eagle (2 unter Par) und neun Birdies bei nur zwei Schlagverlusten (Bogeys) erspielte er sich eine 62 (9 unter Par), die beste Runde des Turniers. Er distanzierte den zweitplatzierten Deutschen Martin Kaymer um vier Schläge. Viele Stars weit vorne McIlroy und Westwood vermochten ihre guten Ausgangslagen nach drei Runden nicht zu nutzen. Dennoch lagen alle Stars sehr weit vorne, wie es sich das in grossen Scharen aufmarschierte Publikum gewünscht hatte: der Weltranglistenfünfte Kaymer als Zweiter, US-Open-Champion Rory McIlroy als Dritter und der Weltranglistenzweite Lee Westwood als Sechster. Für Thomas Björn, den ersten dänischen Sieger im Wallis, hat sich ein Kreis geschlossen. 1995 hatte er mit einem Sieg am Interlaken Open (Challenge Tour) seine Karriere lanciert. Mit seinem zweiten Erfolg in der Schweiz ist er 13-facher Sieger auf der Europa-PGA-Tour. Allein in dieser Saison hat er dreimal triumphiert. Nur eine Woche vor dem Turnier im Wallis hatte er in Schottland (Gleneagles) gewonnen. Wie Westwood hat Björn nur einen Makel: Ihm fehlt ein Sieg an einem Major. Thomas Björn schätzt seinen Erfolg im Wallis hoch ein: «Früher war dieses Turnier für die Profis wie Ferien. Jetzt ist das Feld wirklich sehr stark geworden. Es ist ein gutes Turnier. Die Spieler kommen hierher und wollen unbedingt gewinnen.» Ulrichs Wiedergeburt Der grossartig aufspielende Zuger Damian Ulrich vermochte unterdessen seinen sensationellen 6.Platz nach drei Runden am letzten Tag nicht zu halten. Er fiel mit 72 Schlägen in den 18.Rang zurück, durfte mit seiner Leistung aber vollauf zufrieden sein. Von 2008 bis 2010 hatte der 28-jährige Ulrich drei magere Saisons erlebt, die ihn beinahe zum Rücktritt vom Profigolfsport gebracht hätten. «Vor einem Jahr hätte ich keine Lust gehabt, hier zu spielen. Diesmal war es ganz anders», sagte er. «Es war ein tolles Erlebnis. Vor allem am Freitag und am Samstag konnte ich wirklich gutes Golf zeigen.» Ulrich hat in Crans-Montana seine golferische Wiedergeburt erlebt. Auf dem 17.Green der Schlussrunde verpasste Ulrich nur um Millimeter ein Birdie, das ihn auf das stolze Schlusstotal von zehn Schlägen unter Par gebracht hätte. Als er auf das 18.Green schritt, empfingen ihn Tausende von Fans mit Standing Ovations. Der Bündner Martin Rominger und der Genfer Julien Clément, die beiden weiteren Schweizer in den Finalrunden, belegten derweil die Plätze 61 und 65.siResultate Seite 26>

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