Zum Hauptinhalt springen

Bhend zieht sich wieder zurück

Die SP Thun muss sich

Erst letzten Mittwoch gab der Vorstand der Thuner SP seine definitive Kandidatenliste für die Gemeinderatswahlen vom 28. November bekannt (vgl. Ausgabe vom 12. August). Neben dem Bisherigen Peter Siegenthaler, der auch zu den Stadtpräsidentenwahlen antritt, sowie Stadträtin Marianne Dumermuth kamen neu Grossrat Patric Bhend und Gewerkschaftssekretär Martin Allemann hinzu. Diese vier sollten den Parteimitgliedern an der Versammlung vom 19. August zur Nomination vorgeschlagen werden. «Mit dieser Viererliste haben wir hervor-ragende Kandidaten gefunden, die Thun vorwärts bringen werden», freute sich der SP-Vorstand eben erst. Umzug nach Steffisburg Doch seit gestern Morgen ist die Situation schon wieder anders: Patric Bhend gab überraschend seinen Rückzug bekannt. «Ich muss aus familären Gründen nun doch auf eine Kandidatur für den Thuner Gemeinderat verzichten», erklärte er gegenüber dieser Zeitung. Der 34-jährige SP-Grossrat kann im benachbarten Steffisburg «in einem kinderfreundlichen Quartier» Wohneigentum erwerben. Er werde deshalb mit seiner Familie Ende 2011 umziehen. Grundsätzlich hätte er damit trotzdem antreten und bei einer Wahl rund ein Jahr im Amt bleiben können. «Ich wollte aber Erneuerungswahlen während der Legislatur verhindern und den Weg frei machen für eine SP-Frau im Gemeinderat», sagte Bhend. Er spricht damit Stadträtin Marianne Dumermuth an, die seiner Meinung nach wie Siegenthaler auch kumuliert aufgeführt werden könnte. Damit müsste die SP keinen Ersatz für ihn suchen. «Es war ungewiss» Bleibt die Frage, wieso Bhend mit einer Kandidatur nicht zugewartet hat, bis der Entscheid über einen allfälligen Wohnsitzwechsel gefallen ist. «Es war ungewiss, ob wir die Liegenschaft in Steffisburg erwerben können. Zudem wollte ich meine Chancen als Gemeinderatskandidat wahren», begründet Bhend. Das Amt hätte ihn sehr gereizt. Der SP-Vorstand sei über den möglichen Umzug informiert gewesen. Da ihn Lokalpolitik weiterhin stark interessiere, will er sich künftig auch in Steffisburg engagieren. «Aber sicher nicht bei den nächsten Wahlen, das wäre zu früh», so Bhend. Schori: «Überraschend» Ebenfalls gestern erfuhr SP-Präsident Franz Schori vom Rückzug Bhends. «Der Rückzug kommt für mich überraschend, ich kann ihn aber verstehen», sagte Schori auf Anfrage. Er bedauert den Verzicht Bhends. Der bekannte SP-Grossrat wäre ein aussichtsreicher Kandidat für einen Gemeinderatssitz gewesen. Der Rückzug Bhends biete nun aber auch die Gelegenheit, Marianne Dumermuth zu kumulieren und damit ihre Wahlchancen klar zu verbessern. «Das Interesse, auch bei der Parteibasis, wieder eine SP-Frau im Gemeinderat zu haben, ist sehr gross», meinte Schori. Er gehe deshalb davon aus, dass an der Nominationsversammlung vom nächsten Donnerstag keine neue Kandidatin oder Kandidat aufgestellt werde. Grundsätzlich möglich sei dies aber, denn die Eingabefrist läuft erst am 13. September ab. Allerdings tat sich die SP bei der Kandidatensuche bisher recht schwer: Mehrere Personen, wie etwa Gewerbeinspektor Reto Keller oder Stadträtin Sandra Rupp Gyger, wollten nicht kandidieren (wir berichteten). Roland Drenkelforth>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch