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Beschwingtes und Witziges zum 10. Geburtstag

Zwei vielfältige Abende:

Seit zehn Jahren gibt es «I Galanti» und immer wieder gelingt es dem Quintett, neue Salonmusik auszugraben und speziell fürs traditionelle Hondricher Kammermusik-Neujahrskonzert zusammenzustellen. Offiziell wurde im vergangenen Oktober der Geburtstag mit einem Konzert in Aeschi gefeiert. Aber auch das Hondricher Publikum hatte übers Wochenende Gelegenheit, das 10. Konzert von «I Galanti» zu geniessen. Das Ensemble liess Perlen aus seinem Repertoire in neuer Frische erklingen. Seit zehn Jahren scheut es keinen Aufwand, die auserlesenen Raritäten aufzuspüren und auf seine Besetzung zu arrangieren. Genuss pur Samstag und Sonntag musizierte die Wiener Besetzung mit Violinen (Michael Keller, Franziska Grütter), Violoncello (Nebojsa Bugarski), Kontrabass (Bettina Keller) und Klavier (Bruno Leuschner) im Inforamasaal. Locker schöpfte sie vielfältigste Möglichkeiten der Instrumente aus und überzeugte in vorzüglichem Zusammenspiel. Zum Auftakt sorgte das Ensemble in rasantem Tempo mit dem bekannten Florentiner Marsch für unbeschwerten Hörgenuss. Geschickt bauten die Künstler Komponistinnen wie etwa eine Sizilienne von Maria Theresia Paradis aus Wien ein. Zum Schmunzeln brachte Charmantes aus Frankreich wie etwa Boulangers Pizzicato Walzer: «Wir haben auch den Übernamen Stacheldraht-Walzer», verriet Michael Keller, der durch das Programm führte. In Chanson villageoise von David Popper trat das Cello angriffig in den Vordergrund. In Piazzollas Contrabajissimo heizte die Kontrabassistin mit eingebauten Effekten zünftig ein und feuerte die Mitspielenden an. In bester Spiellaune Abwechslungsreich und mit Amüsement unterhielt das Salonensemble in der Kombination aus melodiösen Klängen der Klassik, argentinischer Folklore in verspielt rhythmischen Werken Piazzollas. In der Eigenkomposition 432 des Pianisten Leuschner fügten sich die Künstler zupfend, streichend und tastend locker und anpackend zu einem Ganzen. In bester Spiellaune unterhielt «I Galanti» – mal elegant, mal schwungvoll und erfrischend bis wild oder gar jazzig, wie etwa in Gershwins «Summertime». Die Musikerinnen und Musiker setzten unterschiedliche Akzente und witzige Finessen ein. Kerzen für Geburtstagstorte An Tradition hält Organisatorin Katharina Wäfler fest: Sie überraschte zum Abschluss mit einer Geburtstagstorte. Darauf brannten zehn Kerzen während den von den Zuhörenden gewünschten Zugaben. «Wir sind müde, aber wir spielen gerne noch für euch» so Geigerin Franziska Grütter. Heidy Mumenthaler >

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