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Berner Nachwuchs im Aufwind

LeichtathletikLukas Wieland (ST Bern) hat am Swiss-Athletics-Nachwuchsmeeting in Bern erneut überzeugt. Er ist nicht der einzige Spitzenathlet, der für den Stadtberner Verein startet.

Die Windbedingungen waren beim Swiss-Athletics-Nachwuchsmeeting im Berner Leichtathletikstadion Wankdorf nicht gerade günstig. Rücken- und Seitenwind erschwerten den Speerwerfern die Aufgabe. Lukas Wieland (ST Bern) vermochte dennoch zu überzeugen. Der 16-Jährige warf im letzten Durchgang den 700 Gramm schweren Speer 69,19 m weit. Er blieb damit 1,72 m hinter seinem Schweizer Rekord zurück, mit dem er sich eine Woche zuvor unter die besten 10 der U-18-Weltrangliste geschoben hatte. Wieland war dennoch zufrieden: «Ich hätte gerne nochmals über 70 m geworfen. Aber wichtig ist, dass ich konstant gute Weiten werfe», sagte er. Wieland, der einen Teil der Saison 2010 wegen einer Adduktorenzerrung verpasst hatte, gehört zu den grössten Nachwuchshoffnungen in der Schweizer Leichtathletik. In der laufenden Saison will der Gymnasiast an der U-18-WM in Lille und der Europäischen Jugendolympiade (EYOF) in Trabzon (Tür) teilnehmen. «Ich starte an beiden Anlässen, weil ich Erfahrung sammeln will», sagt Wieland. Für die U-18-WM selektioniert Swiss Athletics nur Sportlerinnen und Sportler mit grossem internationalem Potenzial. Der STB-Athlet erfüllt diese Anforderung. «An der WM möchte ich den Endkampf der besten acht erreichen. Am EYOF könnte eine Medaille möglich sein», nennt der 16-Jährige seine Ziele. Wieland ist nicht der einzige STB-Nachwuchsathlet, der sich für einen internationalen Anlass qualifiziert hat. Die Sprinterin Mujinga Kambundji unterbot am Wochenende die Limite für die U-20-EM, der Dreispringer Andreas Graber ebenso, Robert Clarke übersprang in der gleichen Disziplin die Limite für die U-18-WM. Generell ist der ST Bern im Nachwuchs sehr erfolgreich. Der Berner Grossverein wird im nationalen Vereinsranking als Nummer 1 geführt. «Es hängt viel davon ab, wie gut die Trainer ihre Arbeit machen», sagt Simone Murer, die Nachwuchsverantwortliche des ST Bern. «Wir haben das Glück, über viele qualifizierte Coachs zu verfügen, die häufig schon lange im Verein sind und sich stark engagieren.» Generell sei ein Anstieg der Zahl junger Leichtathletinnen und Leichtathleten festzustellen. «An den U-16-Trainings nehmen zeitweise über 40 Athleten teil, und auch bei den Kindern gibt es eine Zunahme», sagt Murer. Es sei aber nicht das Ziel, Talente von kleineren Vereinen abzuwerben. «Sie sollen bei uns trainieren, aber in ihren Klubs bleiben können», erklärt die STB-Nachwuchsverantwortliche. Nicht dem ST Bern gehören Noemi Zbären (SK Langnau) und Nathalie Meier (TV Fraubrunnen) an, die zu den Hoffnungsträgerinnen bei den Frauen gehören, Zbären lief in Bern die 100 m Hürden in 13,54 und unterbot damit erneut die Limiten für die U-18-WM und die EYOF. Meier warf den Speer 47,41 m weit. Eine Woche zuvor hatte sie sich wie Kambundji und Graber für die U-20-EM qualifiziert.Reto PfisterResultate Seite 23>

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