Zum Hauptinhalt springen

Zwei, drei oder sechs Schulen

Der Gemeinderat packt die Frage nach den Schulstandorten nochmals neu an. Vielleicht verbleiben nun doch mehr als zwei Standorte.

Vor der Tagesschule mussten Container aufgestellt werden, um dem Platzmangel entgegen zu kommen.
Vor der Tagesschule mussten Container aufgestellt werden, um dem Platzmangel entgegen zu kommen.
Nicole Philipp

Die Fragen zu den Fraubrunner Schulstandorten beschäftigen nicht nur den Gemeinderat. Eine Interessengemeinschaft will die Dorfschulen retten, und auch die Bevölkerung diskutiert eifrig mit.

Am Infoabend vom Donnerstag gab es aber nichts zu diskutieren. «Wir bitten die Teilnehmer, sich auf Verständnisfragen zu konzentrieren», war auf der Leinwand zu lesen. Die Bevölkerung könne später wieder mitreden, erfuhren die gegen hundert anwesenden Bürger.

Den Grund für diese Zurückhaltung wurde im Verlauf des Abends klar: Die Abklärungen zu den Schulstandorten sollen erweitert werden. Eine Projektgruppe hat den Auftrag erhalten, drei Varianten näher anzuschauen und die Fakten zur Entscheidungsfindung zu liefern.

Bis jetzt hat der Gemeinderat sich auf ein Projekt mit zwei Schulstandorten – Fraubrunnen und Grafenried – konzentriert. Mit Zahlen und Analysen will er dieses ­Projekt nun mit zwei weiteren Varianten vergleichen. Alles sei offen, erklärte Gemeinderat Richard Rimle (BDP).

Was ist machbar?

Nebst den zwei gesetzten Standorten Fraubrunnen und Grafenried ist nun auch Limpach Teil der Abklärungen. Weiter soll eine Variante mit der Beibehaltung aller sechs Standorte geprüft werden. Gemeinderätin Margot Huonder (Liste Forum) stellte aber klar, dass sich die Gemeinde auf keine finanziellen Eskapaden einlassen könne. Jede Variante müsse den Check der Machbarkeit bestehen – in finanzieller und organisatorischer Sicht.

Die Variante mit drei Standorten sieht der Gemeinderat als möglichen Kompromiss. Organisatorisch und finanziell bringe diese Variante eher wenig Vorteile, doch die politische Akzeptanz sei vermutlich grösser. Im zweiten Halbjahr 2020 soll das Volk abstimmen können und damit die Weichen für die nächsten zwanzig bis dreissig Jahre Schulbildung in Fraubrunnen stellen.

Eine Notlösung

Schulinspektorin Tania Espinoza Haller stellte am Infoabend klar: «Für uns sind die aktuellen Schülerzahlen massgebend und nicht eine eventuell mögliche Entwicklung in einem Ort.» Aktuell gehen 626 Schüler in Fraubrunnen zur Schule, 124 davon sind Kindergärteler. Um dem Platzmangel bei den Kindergärten entgegenzuwirken, soll nun im Mehrzweckraum des Gemeindehauses ein Provisorium eingerichtet werden. Anschliessend will der Gemeinderat den bestehenden Kindergarten beim Schulhaus aufstocken.

Um längerfristig planen zu können, ist die Projektgruppe auf Zahlen angewiesen. Diese wurden von einem externen Büro berechnet. Die Hochrechnungen will der Gemeinderat im Mai auf seiner Website der Bevölkerung zugänglich machen.

Bei den Berechnungen berücksichtigt wurden auch die Ortsplanungsrevision mit zusätzlichem Bauland und der Ausbau der Bahn auf eine Doppelspur. Diese Faktoren dürften in den nächsten Jahren in Fraubrunnen zu einem Zuwachs der Einwohner führen. Danach dürfte das Wachstum wieder abflachen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch