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Wo Männer an ihren Babys werkeln

Freie Bahn und kurz geschnittener Rasen: Eine Ecke der Allmend wird regelmässig von Modellbauern benutzt. Sie lassen ihre getunten Wagen mit 60 Sachen und mehr über die Wiese rasen.

Michael Erne blickt konzentriert. Er drückt den Schalthebel. Lässt den Wagen beschleunigen. Das Rennauto rast über die Allmend. Knapp schafft es die Kurve um die kleinen orangen Verkehrshüte herum. Dann überschlägt es sich in voller Fahrt. Die Räder drehen wie wild im Leeren. Michael Erne rennt querfeldein zu seinem Baby, nimmt es liebevoll in die Arme und stellt es behutsam zu den anderen Modellautos zurück.

Der Hettiswiler hat sich an diesem Nachmittag mit ein paar Gleichgesinnten getroffen. Zusammen werkeln die Männer an ihren Rennwagen herum und tauschen dabei Sätze aus, die Aussenstehende nur ratlos mit den Schultern zucken lassen. Das tönt ungefähr so: «Warum hats ihn jetzt überschlagen? Liegts am Motor?» – «Das kann nicht sein, ich habe grad den Service gemacht.» – «Es können natürlich auch die Pneus sein.» – «Ja, am Gras hängt es halt gut an.»

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