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Wettbewerb um Anbau des Kunstmuseums

Nun soll doch ein Architekturwettbewerb für die Erweiterung des Kunstmuseums Bern durchgeführt werden. 2017 hatte das Kunstmuseum das 40-Millionen-Projekt freihändig vergeben.

Für die geplante Erweiterung des Kunstmuseums Bern durch einen Neubau soll ein Architekturwettbewerb durchgeführt werden. Der bernische Regierungsrat hat dafür einen Kredit von 700'000 Franken bewilligt.

Der heutige Anbau des Museums aus den 1980-er Jahren ist sanierungsbedürftig. Zudem braucht das Museum mehr Platz. Seit mehreren Jahren ist deshalb ein Erweiterung geplant.

Doch das Vorhaben erlitt immer wieder Rückschläge: verschiedene Projekte für ein eigenes Gegenwartskunstmuseum oder einen Erweiterungsbau scheiterten. Ein Mäzen hatte 20 Millionen Franken in Aussicht gestellt. Als sich die Museumsleitung 2007 aber nicht für das von ihm favorisierte Ausbauprojekt entschied, trübte sich die Stimmung.

Zwei Jahre später musste das Museum bei dem von ihm ausgewählten Projekt das Handtuch werfen. Grund: massive Mehrkosten. Von da an lautete die Devise, im Innern des Museums Raum zu schaffen. Der Anbau sollte saniert werden.

Architekturvertrag freihändig vergeben

Im September 2017 zog das Kunstmuseum ein entsprechendes 40 Millionen Franken schweres Projekt zurück, weil ein Rechtsstreit drohte. Das Museum hatte den Architekturvertrag freihändig vergeben und zog damit den Unmut von 32 Architekturbüros auf sich, die eine Beschwerde bei der kantonalen Erziehungsdirektion einreichten.

Letzten Herbst kündigte Mäzen Hansjörg Wyss an, weiterhin 20 Millionen Franken bereitzustellen, sofern das vor Jahren gescheiterte Projekt «_angebaut» wieder aus der Schublade geholt werde.

Seit Mitte Mai liegen nun neue Pläne auf dem Tisch. Der Anbau soll durch einen Neubau ersetzt werden, auf eine aufwändige Sanierung will man verzichten. Zur Debatte steht auch der Einbezug freiwerdender Flächen im benachbarten Polizeigebäude am Waisenhausplatz.

SDA/tag

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