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Warten auf die Wok-Gerichte

Eigentlich sollte im ehemaligen Bären seit Monaten ein asiatisches Restau­rant in Betrieb sein. Einsprachen haben die Eröffnung ­allerdings verzögert.

Bis im ehemaligen Bären die ersten Menüs serviert werden, dürfte es Herbst werden.
Bis im ehemaligen Bären die ersten Menüs serviert werden, dürfte es Herbst werden.
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«Alles muss weg!» steht auf dem Plakat an der Schwarzenburgstrasse 320. Der Rampenverkauf des ehemaligen Restaurants Bären, auf den so hingewiesen wird, hat jedoch längst stattgefunden. Ende 2016 ging das Traditions­lokal zu. Im Januar 2017 folgte dann der grosse Ausverkauf des Inventars.Eigentlich war da die Nachfolge bereits geregelt. Ins Bären-Lokal sollte die A-Chau Trading AG ziehen, die im Liebefeld ein ­asiatisches Lebensmittelgeschäft führt. Dort nämlich müssen die Betreiber raus, weil auf dem Areal eine moderne Siedlung entsteht. Der Plan war deshalb seit längerem gewesen, das Lebensmittelgeschäft im ehemaligen Bären neu zu eröffnen und es künftig noch mit einem eigenen Restaurant zu ergänzen – und das schon per Ende 2017.

Die Angst vor Lärm und Gerüchen

So weit ist es bis heute nicht gekommen. Statt des frisch renovierten Restaurants steht schräg gegenüber des Könizer Schlossareals eine verwaiste Baustel­le. Der Grund dafür sind Ein­sprachen. Regierungsstatthalter Christoph Lerch bestätigt, dass deren zwei gegen das Gastroprojekt eingegangen sind. Eine Einsprache sei wieder zurückgezogen worden, an der anderen aber wurde «mit einem Strauss von Rügen» festgehalten.

Was genau der Einsprechende am asiatischen Restaurant zu ­beanstanden hatte, sagt Lerch nicht. Unter anderem sei es aber um Sorgen wegen Immissionen wie Lärm und Gerüchen gegangen – obwohl an selber Stelle zuvor bereits während mehrerer Jahrzehnte ebenfalls ein Restaurant stand.

Um wen es sich beim Einsprecher handelt, gibt das Regierungsstatthalteramt nicht bekannt. Auch die Betreiber des ­A-Chau wollen sich auf Anfrage dieser Zeitung lieber nicht zur Angelegenheit äussern. Sie sind froh, dass es nach den mehreren Monaten Verzögerungen endlich wieder vorwärtsgeht.

Die Einsprache wurde vom Regierungsstatthalter nämlich in all ihren Punkten als rechtlich unbegründet taxiert und deshalb ab­gewiesen. Unterdessen ist die ­definitive Baubewilligung eingetroffen.

Laden, Restaurant und

ein Take-away

Demnächst will die Familie Lien, die das A-Chau seit 1993 führt, mit den Umbauarbeiten beginnen. Kommt nichts mehr dazwischen, sollen das neue Restaurant und der umgesiedelte Laden «irgendwann im Herbst» eröffnen. Immerhin: Am alten Standort im Liebefeld können die Liens vorerst bleiben. Das dortige Gebäude wird voraussichtlich erst 2019 abgerissen. Dennoch bedeuten die Verzögerungen für die Betreiber finanzielle Einbussen, wie sie sagen.

Im Lebensmittelgeschäft wird es auch an der neuen Adresse diverse asiatische Nahrungsmittel wie Nudeln, Saucen oder Gemüse zu kaufen geben. Im Restaurant werden die chinesischen Gastgeber, die in Vietnam aufgewachsen sind, allerlei asiatische Spezialitäten servieren – von der vietnamesischen Rindssuppe Pho über chinesische Dim Sum bis zu Thai-Currys. Das Essensangebot wird es auch zum Mitnehmen geben.

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