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Warmes Wetter auch in der Höhe

Hans Ulrich Schaad ­berichtet vom Bergsommer. Auch auf der Alp ist es heiss.

Der Himmel wird langsam heller, die Konturen der Berge beginnen sich abzuzeichnen. Es ist ein kühler Morgen. So ist jedenfalls mein Empfinden, und ich ziehe die warme Jacke an, um von meiner Unterkunft zur Alphütte zu marschieren.

Beim Frühstück lasse ich mir mein Temperaturempfinden relativieren. «Es ist zwölf Grad, normalerweise ist es am Morgen ein paar Grad kühler», sagt Rosmarie Siegenthaler. Das warme Wetter ist auch auf Alp Obriste Morgeten auf über 1860 Metern ein Thema.

So braucht es mehr Aufwand, die Milch vom Vorabend über Nacht kühl zu halten. Ans Herstellen von Butter oder Ziger ist bei diesen hohen Temperaturen momentan kaum zu denken. Auch die Wanderer kommen beim Aufstieg ganz schön ins Schwitzen.

Gestern machte ein Vater mit seinen beiden Kindern halt. Er bestellte ein kühles Bier, einen grossen Krug Sirup und wollte ein kühles Plätzchen mit Aussicht. Noch kein Problem stellt das Wasser dar. «Hier oben haben wir zum Glück eine gute Quelle», erzählt Hansueli Siegen­thaler.

Das zeigte sich auch am Vortag, als wir ins Tal fuhren, um etwas zu besorgen. Die Bäche hatten noch immer ordentlich Wasser, auch wenn der Morgeten-Wasserfall nicht mehr so imposant ist, wie ich ihn von Anfang Juni in Erinnerung hatte. Hingegen können die Alpweiden Regen gut vertragen, sie trocknen rasch aus bei dieser starken Sonneneinstrahlung.

Das Gras wachse kaum nach, sagt Hansueli Siegenthaler. Aber bitte kein Gewitter wie vor einer Woche, als es kurz, aber heftig hagelte. Es zerschlug das hohe Gras – es wird sich kaum noch erholen –, und auch ein Dachfenster der Alphütte ist seither undicht. «Ein andauerndes Nieseln ist für die Weiden besser», sagt Hansueli Siegenthaler. Aber gleich tagelang möchte man auch nicht in den Wolken oder im Nebel stecken, ergänzt ­Rosmarie Siegenthaler.

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