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Ist Berner Bombendroher geistig verwirrt?

Vor zwei Wochen drohte ein 21-jähriger Afghane damit, die Heiliggeistkirche in die Luft zu sprengen. Ob für die Bevölkerung überhaupt je eine Gefahr bestand, ist aber fraglich.

Sprengstoffexperten untersuchten den ominösen Gegenstand im Rucksack des Mannes.
Sprengstoffexperten untersuchten den ominösen Gegenstand im Rucksack des Mannes.
Raphael Moser
Das Bahnhofgelände wurde weiträumig gesperrt, ganze Geschäfte evakuiert.
Das Bahnhofgelände wurde weiträumig gesperrt, ganze Geschäfte evakuiert.
Raphael Moser
Kein Verkehr weit und breit auf dem Bahnhofplatz.
Kein Verkehr weit und breit auf dem Bahnhofplatz.
Stefan Schnyder
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Was genau spielte sich am Freitagnachmittag vor zwei Wochen in der Heiliggeistkirche ab? Auch 14 Tage nach dem Vorfall können die Behörden noch nicht abschliessend sagen, ob es sich um einen vereitelten Terroranschlag handelte.

Was mittlerweile klar ist: Der Mann, ein 21-jähriger Afghane, drohte in der Kirche aktiv mit zwei verkabelten Gegenständen und sprach dabei von einer Bombe. Allerdings machte er bereits zu diesem Zeitpunkt widersprüchliche und unklare Aussagen. Als die Polizei schliesslich eintraf, konnte sie ihn umgehend festnehmen.

Aufenthaltsstatus unbekannt

Der Afghane befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Mittlerweile läuft auch ein psychiatrisches Gutachten, das den geistigen Zustand des Mannes untersuchen soll. «Dieses kann erfahrungsgemäss mehrere Monate dauern», sagt Christoph Gnägi, Mediensprecher der Kantonspolizei Bern. Über das genaue Motiv des 21-jährigen muss so lange noch spekuliert werden.

Auch über den Aufenthaltsstatus des Mannes wollen die Behörden nichts Genaueres sagen. Sie bestätigen einzig, dass er sich nicht illegal in der Schweiz aufhält.

Bestand je eine Gefahr?

Klarheit wird es trotzdem bald geben. Nämlich, ob die für Bevölkerung überhaupt je eine Gefahr bestand. «Die Gegenstände werden derzeit in einem externen Labor untersucht», sagt Gnägi. Die Resultate werden in den kommenden Tagen erwartet und infolge kommuniziert. Rein optisch war auch für die Spezialisten der Kapo Bern nicht erkennbar, ob das verkabelte Objekt wirklich Sprengpotential hatte.

Eine spürbare Wirkung hatte die Aktion aber so oder so. Die Polizei und andere Blaulichtorganisationen waren mit einem Grossaufgebot vor Ort. Der Verkehr in der Innenstadt war während Stunden gesperrt. Und mehrere Geschäfte in der Umgebung mussten vorübergehend evakuiert und geschlossen werden.

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