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Voreiliger Abwehrreflex gegen Airbnb

Stefan Schnyder, Leiter Ressort Stadt Bern, zu den neuen Vorgaben der Stadt an Airbnb-Vermieter.

Die Stadt Bern präsentiert sich gerne als Vorreiterin der Moderne. Doch ­erreicht eine echte Innovation die Stadt, wollen der Gemeinde- und der Stadtrat davon nichts mehr wissen. Das zeigt sich auch bei der Beherbergungsplattform Airbnb.

Der Gemeinderat ­möchte sie in der Altstadt mit einem teilweisen Verbot belegen. Er will verbieten, dass die Besitzer ihre dortigen Wohnungen mehr als zweimal im Jahr über die Plattform vermieten. Immerhin soll es möglich sein, ein Zimmer in einer grösseren Wohnung regelmässig auf Airbnb anzubieten.

Doch warum bloss braucht es denn jetzt ein Verbot? Zahlenmässig fallen die Airbnb-Wohnungen in der Altstadt ­derzeit nicht ins Gewicht.

Die ­Situation in Bern ist auch nicht mit derjenigen in Städten wie Barcelona vergleichbar, wo sich mit Airbnb-Touristen viel mehr Geld verdienen lässt als mit ­einheimischen Mietern.

Der Gemeinderat handelt ­deshalb voreilig, wenn er Wohnungsbesitzer in die Illegalität drängen will, die ihre Altstadtwohnung mehr als zweimal pro Jahr vermieten.

stefan.schnyder@bernerzeitung.ch

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