Worb soll Heim verkaufen

Worb

Verkauft Worb sein Alters- und Pflegeheim an die Stiftung, die es betreibt? Der Entscheid fällt am 8. März an der Urne.

Moderner Bau im Zentrum von Worb: Das Alters- und Pflegeheim mit 45 Betten soll an die bisherige Betreiberin übergehen.

Moderner Bau im Zentrum von Worb: Das Alters- und Pflegeheim mit 45 Betten soll an die bisherige Betreiberin übergehen.

(Bild: Andreas Blatter)

Am Samstag öffnet das Alters- und Pflegeheim in Worb seine Tür (10–12 und 14–16 Uhr). Der Informations- und Besichtigungstag findet im Hinblick auf die Abstimmung vom 8. März statt. Dann entscheiden die Worber an der Urne, ob das Heim künftig selbstständig sein soll. Trägerin ist die Stiftung Altersbetreuung Vechigen Worb. Sie betreibt das Heim auch. Grundstück und Gebäude gehören der Gemeinde Worb. Sie will das Altersheim an die Stiftung verkaufen. Vechigen zieht sich aus der Stiftung zurück.

Laut Gemeinderat ist die Übertragung des Heims an die Stiftung notwendig, damit das Heim nach den neusten kantonalen Vorgaben betrieben werden kann. Das Parlament sagte mit 28 zu 7 Stimmen Ja dazu. Die «Worber Lösung» sei der bessere Weg, als das Heim an Dritte zu verkaufen, lautete der Tenor.

Die Abstimmungsvorlage sieht Folgendes vor:

  • Verkauf des Gebäudes für 5 Millionen Franken an die Stiftung;
  • Abtreten des Areals im Baurecht für einen jährlichen Zins von 40000 Franken;
  • Neue Konstituierung des Stiftungsrates, die Mitglieder müssen fachlich kompetent sein;
  • Rückzug von Vechigen: Die Gemeinde tritt aus der Stiftung und erhält anteilsmässig 700'000 Franken.

Für den Kauf des Heims hat die Stiftung nicht genügend Eigenmittel. Deshalb ist vorgesehen, dass Worb ein Darlehen von 4,3 Millionen Franken gewährt. Bei der Beratung im Parlament kritisierte die SVP diesen Punkt. Gemeinderätin Monica Masciadri (FDP), Vorsteherin Soziales, rechnet aber damit, dass die Stiftung das Darlehen nicht benötigt. Dies zeichne sich nach Verhandlungen mit einer Bank ab. «Die Stiftung dürfte die ganze Kaufsumme auf dem freien Kapitalmarkt besorgen können.» Dies sei im Sinn des Gemeinderates, so Masciadri, dieser bevorzuge die Variante ohne Darlehen.

Bei einem Ja zur Vorlage wäre das Darlehen bewilligt. Doch weil dieses «höchstens» 4,3 Millionen betragen soll, kann der Gemeinderat auch darauf verzichten, ein solches zu gewähren.

hrh

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