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Viererfeld: Genossenschaften sollen bauen dürfen

Die Überbauung des Viererfelds soll nicht alleine durch private Investoren erfolgen: Die Stadt Bern hat mit der Hauptstadtgenossenschaft eine Vereinbarung getroffen.

Christoph Hämmann
Auf dem Vierer- und Mittelfeld soll letztlich Wohnraum für 3000 Menschen entstehen.
Auf dem Vierer- und Mittelfeld soll letztlich Wohnraum für 3000 Menschen entstehen.
Franziska Rothenbühler

Das Angebot steht seit Mitte 2017: Damals ventilierte der Regionalverband von Wohnbaugenossenschaften Schweiz die Idee, dass ein Genossenschaftsverbund bei der Berner Überbauung Vierer- und Mittelfeld die erste Etappe mindestens teilweise übernehmen würde. So könne rasch und in bester gemeinnütziger Art gebaut werden. Als «Hauptstadt­­genossenschaft» taten sich vor einem Jahr rund 30 Berner ­­Genossenschaften zusammen, um die Idee weiter zu verfolgen.

Mit Erfolg: Wie die Stadt am Mittwoch mitteilte, einigte sie sich mit der Hauptstadt­­genossenschaft auf eine Zusammenarbeit. Ziel ist es, gemeinsam eine Reservationsvereinbarung zu erarbeiten, die als Grundlage für spätere Baurechtsverträge dienen kann.

Laut dem städtischen Finanzdirektor Michael Aebersold (SP) soll die Genossenschaft auf diese Weise möglichst früh in die Arealentwicklung einbezogen werden. Das Gleiche gelte für renditeorientierte Investoren; auch hier sei die Stadt mit möglichen Partnern im Gespräch. Es geht um rund 300 Wohnungen, die in der ersten Bauetappe je zur Hälfte von der Hauptstadtgenossenschaft und von Privaten gebaut werden sollen. Insgesamt sind auf dem Vierer- und Mittelfeld rund 1100 Wohnungen für 3000 Personen geplant.

Baubeginn im Viererfeld

Acht Monate nach der Präsentation des Siegerprojekts des städtebaulichen Wettbewerbs wird neu nicht mehr damit gerechnet, dass zuerst auf dem kleineren Mittelfeld gebaut wird: Laut ­­Aebersold ergab die seither laufende Arbeit am Masterplan, dass ein Baubeginn am südlichen Ende des Viererfelds, auf Höhe von Hotel Innere Enge und Burgerspittel, am sinnvollsten sei. «Dort wird der eigentliche Eingang zum Quartier sein, ein öffentlicher Platz sowie Gewerbenutzungen, was alles von Anfang zu einem lebendigen Quartier beitragen soll», so Aebersold. Auch technische Fragen der Erschliessung sprächen dafür, die Überbauung dort zu beginnen.

Der Abschluss des Masterplans sei im Frühling 2020 vorgesehen. Dies gebe den ersten Bauträgern genug Zeit, daran mitzuwirken, abgesehen davon, dass die Hauptstadtgenossenschaft bisher in Begleitgremien dabei gewesen sei. Die Zusammenarbeitsvereinbarung sei auf 18 Monate befristet, die Abstimmung über die Abgabe des Stadtbodens im Baurecht finde bestenfalls im Herbst 2020 statt.

Die Hauptstadtgenossenschaft «freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen», sagt Präsidentin und SP-Grossrätin Ursula Marti. Die Vereinbarung mit der Stadt komme zum richtigen Zeitpunkt, um bei der Feinarbeit des Masterplans und der Etappierung mitreden zu können. «Wir sind offen, wo und mit welchen Volumen wir schliesslich werden bauen können», sagt Marti. Wichtiger sei, dass die verschiedenen Investoren ähnliche Ziele verfolgten, die sich gemeinsam realisieren liessen.

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