Velos sollen am Aareufer fahren dürfen

Region Bern

Die Aareschlaufen zwischen Köniz und Bremgarten sollen mit einem Velo- und einem Fusswegnetz erschlossen werden. In Bremgarten liegt das erste Bauprojekt vor. Nebst einem breiteren Uferweg sind dort auch Flussverbauungen vorgesehen.

Die Aare beim Zehndermätteli: Bremgarten will den Uferweg verbreitern und den Zugang zur Fähre verbessern.Die Aare beim Zehndermätteli: Bremgarten will den Uferweg verbreitern und den Zugang zur Fähre verbessern.

Die Aare beim Zehndermätteli: Bremgarten will den Uferweg verbreitern und den Zugang zur Fähre verbessern.Die Aare beim Zehndermätteli: Bremgarten will den Uferweg verbreitern und den Zugang zur Fähre verbessern.

(Bild: Urs Baumann)

er Aare fast überall Fusswege, für Velos sind sie aber nicht durchgängig befahrbar. Das soll sich bald ändern. Zusammen mit fünf Anstössergemeinden hat die Regionalkonferenz Bern-Mittelland das Projekt Aareschlaufen lanciert. Ziel ist es, die Ufer der Aare naturnah zu gestalten und für die Öffentlichkeit attraktiver zu machen (siehe Kasten). «Die Ufer werden zum grossen Teil intensiv genutzt», sagt Jos Aeschbacher, Projektleiter Aareschlaufen bei der Regionalkonferenz. Es seien gewisse Besucherlenkungen nötig, damit auch Orte für die Natur freigehalten werden könnten. Punkte mit viel Publikumsverkehr sollen dagegen aufgewertet oder weiterentwickelt werden.

Der Startschuss fällt nun in Bremgarten. Gestern wurde dort das Bauprojekt für die Sanierung des Aareufers präsentiert. «Hier treffen wir drei Fliegen auf einen Streich», sagt Werner Meile, Gemeinderat von Bremgarten und Präsident der Begleitgruppe Aareschlaufen. Tatsächlich geht es um Hangsicherung, Uferverbauung und Ausbau der Wege.

Weg für Fussgänger und Velos

In Bremgarten besteht Handlungsbedarf. Denn der Zustand des Ufers ist dort so schlecht, dass der Uferweg wegen Unterspülung an einigen Stellen in die Aare abzurutschen droht. Genau dies ist vor einem halben Jahr bereits am Aareufer auf dem Boden der Gemeinde Kirchlindach geschehen.

Der Gemeinderat von Bremgarten hat beschlossen, im Zuge der Ufersanierung auch den Weg zwischen Reichenbach und der Zehndermättelifähre auf der rechten Flussseite attraktiver zu gestalten. Er soll auf 2,5 Meter verbreitert werden und auch von Velos, Kinderwagen und Rollstühlen benützt werden können. Gemäss Projektleitung sollen Fussgänger aber Priorität haben, was entsprechend signalisiert werde. Die Aeschenbrunnmattstrasse – die Verbindung von Bremgarten nach Reichenbach – soll durch einen befahrbaren Serpentinenweg am Hang im Bereich der bestehenden Treppe besser ans Aareufer angeschlossen werden.

Längere Kiesinsel

Arbeiten im Flussbett werden ebenfalls vorgenommen. Steinblöcke sollen das Ufer gegen Erosion sichern und zudem die darunterliegenden Mauerbrocken abschotten. Bei diesen handelt es sich um Bauschutt des alten Bahnhofs von Bern; die Abbruchreste wurden vor rund 50 Jahren dort deponiert.

Die bestehende Insel kurz vor dem Zehndermätteli soll zudem um 24 Meter verlängert werden. Damit wollen die Ingenieure erreichen, dass die Wasserströmung der Aare bei der Fähre parallel zu den Ufern verläuft. Die für den Fährbetrieb ungünstige Querströmung kann so vermieden werden. Geplant sind auch mehrere Flachufer, was sich positiv auf den Bestand an Tieren und Pflanzen auswirken dürfte. Die verschiedenen Massnahmen am Aareufer sind mit 595'000 Franken veranschlagt. Die Gemeindeversammlung von Bremgarten stimmt am 2.Juni wird über den Kredit ab. Wegen Beiträgen aus verschiedenen Quellen dürften sich die effektiven Kosten für die Gemeinde mindestens halbieren.

In einem Jahr beendet

Ist der Kredit gesprochen, kann der Regierungsstatthalter die Baubewilligung erteilen. Falls er dies im Spätsommer tut, können die Arbeiten im Herbst 2014 beginnen, wie Werner Meile erklärt. Bei Niedrigwasser werden die Uferverbauungen vorgenommen und die Kiesinsel verlängert. Im Frühling 2015 sollten die Arbeiten beendet sein. Für das Projekt Aareschlaufen wird gegenwärtig auch in den Gemeinden Zollikofen und Ittigen geplant.

Berner Zeitung

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