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Karriere? An der Uni hat frau wenig Chancen

Auf dem Papier forciert die Uni Bern die Gleichstellung. Doch nur jeden fünften Lehrstuhl besetzt eine Frau. «Die Universität muss ein Vorbild sein für die Gleichstellung», findet die Theologin Silvia Schroer.

«Gleichstellung ist Chefsache». Silvia Schroer in ihrem Büro  im Rektorat der Universität, gleich neben dem Hauptge­bäude auf der Grossen Schanze.
«Gleichstellung ist Chefsache». Silvia Schroer in ihrem Büro im Rektorat der Universität, gleich neben dem Hauptge­bäude auf der Grossen Schanze.
Nicole Philipp
«Die Universität funktioniert nicht wie ein Konzern mit einem CEO»: Die leidenschaftliche Bibel­forscherin und Feministin Silvia Schroer im Treppenhaus unterhalb des Rektorats.
«Die Universität funktioniert nicht wie ein Konzern mit einem CEO»: Die leidenschaftliche Bibel­forscherin und Feministin Silvia Schroer im Treppenhaus unterhalb des Rektorats.
Nicole Philipp
«Gleichstellung soll nicht von oben verordnet werden, sondern von unten wachsen. Das braucht länger, ist aber dauerhafter.»
«Gleichstellung soll nicht von oben verordnet werden, sondern von unten wachsen. Das braucht länger, ist aber dauerhafter.»
Nicole Philipp
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Frau Schroer, Sie gehören als Professorin zu den nach wie vor sehr seltenen Exemplaren an der Universität Bern. Warum gelang ausgerechnet Ihnen als feministischer Theologin diese Karriere?Silvia Schroer: Um ehrlich zu sein: Ich kann es gar nicht genau sagen. Ich hatte nie geplant, Professorin für Bibelwissenschaft zu werden. Am zutreffendsten für mich ist das Bild der Welle, die mich über zahlreiche Klippen trug bis dahin, wo ich heute bin.

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