Zum Hauptinhalt springen

Unabhängigkeitspartei soll Berner Kantonalsektion erhalten

Die neu gegründete Unabhängigkeitspartei (up!) will im Kanton Bern Fuss fassen.

Der Fürsprecher Patrik Kneubühl ist zuständig für den Aufbau einer Berner Kantonalsektion der neu gegründeten Unabhängigkeitspartei up!.
Der Fürsprecher Patrik Kneubühl ist zuständig für den Aufbau einer Berner Kantonalsektion der neu gegründeten Unabhängigkeitspartei up!.
zvg/fdp-mittelland.ch
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Juni von der Thurgauerin Brenda Mäder, der ehemaligen Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz.
Ins Leben gerufen wurde die Partei im Juni von der Thurgauerin Brenda Mäder, der ehemaligen Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz.
zvg/brenda.ch
zvg/up-schweiz.ch
1 / 3

Zuständig für den Aufbau einer Berner Kantonalsektion ist Fürsprecher Patrik Kneubühl, der von der FDP zur up! wechselt. Er wird zudem Wahlkampfleiter für die Nationalratswahlen 2015.

Die Partei erhalte dadurch eine wertvolle Unterstützung, teilte die up! am Sonntag mit. Der 44-jährige Kneubühl war jahrelang in leitender Position für die Bundesverwaltung tätig, unter anderem für Christoph Blocher im Eidg. Justiz- und Polizeidepartement EJPD.

Nach Blochers Abwahl wechselte Kneubühl zum Schweizerischen Gewerbeverband. 2012 wurde er Direktor bei Treuhand Suisse. Dabei habe Kneubühl einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet, dass die von Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf vorgeschlagene Lex USA im Nationalrat klar scheiterte, schreibt die Partei.

Er wechsle zur up! wegen deren Geisteshaltung, sagte Kneubühl auf Anfrage der sda. Der Partei gehe es nicht einfach um links oder rechts, sondern um Liberalismus. Er wolle die Chance packen, mit jungen Leuten «etwas zu bewegen», sagte Kneubühl. Die FDP verlasse er aber keineswegs im Streit.

Up! bisher vor allem in Ostschweiz

Die Unabhängigkeitspartei war bisher stark auf die Ostschweiz fokussiert. Ins Leben gerufen wurde die Partei im Juni von der Thurgauerin Brenda Mäder, der ehemaligen Präsidentin der Jungfreisinnigen Schweiz. Sie teilt sich das Präsidium mit Simon Scherrer und Silvan Amberg.

Die Unabhängigkeitspartei vertritt klassisch liberale Forderungen wie jene nach tieferen Steuern und einem schlanken Staat. Daneben unterscheidet sich die Partei mit radikalen Ideen von der FDP: Die Entwicklungshilfe soll abgeschafft, das Asylwesen privatisiert und sämtliche Betäubungsmittel legalisiert werden.

Die up! peilt Parlamentssitze an und schliesst Exekutivämter aus. Ob Kneubühl selbst zu den Nationalratswahlen im nächsten Jahr als Kandidat antritt, ist noch offen. «Wir müssen zuerst alle möglichen Kandidaten evaluieren und dann entscheiden, wer auf die Liste kommt», sagt er.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch