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Training in 30 Metern Höhe

Direkt neben der Autobahnzufahrt Forsthaus steht der 36 Meter hohe Gitterturm der neuen Feuerwehrkaserne. Hier üben die Feuerwehrmänner Rettungen in grosser Höhe, Abseilen und die Arbeit mit der Leiter.

Sind Sie schwindelfrei? Für die Feuerwehrmänner Alain Sahli (l.) und Thomas Jordi sind Arbeiten in luftiger Höhe kein Problem.
Sind Sie schwindelfrei? Für die Feuerwehrmänner Alain Sahli (l.) und Thomas Jordi sind Arbeiten in luftiger Höhe kein Problem.
Susanne Keller

Keine Feuerwache ohne Turm. Manchmal werden auf dem Turm Sirenen oder Funkantennen angebracht, hauptsächlich diente er aber früher zum Trocknen der Schläuche nach einem Löscheinsatz. Die neue Berner Feuerwehrkaserene an der Murtenstrasse verfügt ebenfalls über einen markanten Turm. Die 36 Meter hohe Gitterkonstruktion ist ein gut sichtbares Wahrzeichen der Feuerwehr.

Bei der Zahl 118, welche seit drei Monaten in roten Ziffern ganz oben angebracht ist, handelt es sich nicht etwa um die Hausnummer, sondern um die Notrufnummer der Feuerwehr.

Abseilen, Höhenrettung

Die Berufsfeuerwehr der Stadt Bern nutzt ihren neuen Turm für Übungen. «Wir brauchen den Turm sehr oft zum Trainieren», sagt Feuerwehrmann Thomas Jordi. Die Gitter haben auf drei Seiten Öffnungen, ähnlich wie bei einem Balkon oder bei einem Fenster. Dort üben die Spezialisten die Leiterstellung oder Höhenrettungen. Die Arbeit im Korb am Ende der Leiter in über 30 Meter Höhe brauche am Anfang etwas Überwindung, sagt Jordi. «Doch wenn man sich die Höhe gewöhnt ist, wird es ganz normal, und Einsätze an Hochhäusern sind immer möglich.» Im Innern des Turms werden Treppenhauseinsätze und das Abseilen geübt. Mindestens einmal pro Jahr muss sich jeder Berufsfeuerwehrmann selbst retten und abseilen. Zu guter Letzt können sich die Feuerwehrmänner im Turm dank seinen vielen Treppen auch körperlich fit halten.

Auch die alte Kaserne an der Viktoriastrasse war mit einem Turm ausgestattet. «Aber am neuen Turm haben wir viel mehr Möglichkeiten», sagt Jordi. «Der Turm ermöglicht es unseren Spezialisten auch, gemeinsam mit Partnerorganisationen Ausbildungssequenzen zu üben.»

Es sei denn natürlich, er ist gerade voll mit Schläuchen, die zum Trocknen aufgehängt werden, oder? «Nein, nein», sagt Thomas Jordi und lacht. «Das war einmal.» Heutzutage werden die Kunstfaserschläuche nicht mehr aufgehängt, sondern maschinell getrocknet.

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