Toblerone-Museum im Bärengraben

Bern

Bern Tourismus träumt von einem Bern-Tower auf der Schützenmatte, einem Swiss-Klischee-House und einem Toblerone-Museum im alten, kleinen Bärengraben.

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Markus Ehinger@ehiBE

710'786 Logiernächte zählten die Berner Hotels im letzten Jahr – so viele wie noch nie. Das freut Markus Lergier, Direktor von Bern Tourismus. Weniger Freude hat er an der Aufenthaltsdauer der Gäste. Touristen bleiben im Schnitt 1,8 Tage in Bern. Hier sieht Lergier Verbesserungspotenzial.

«Je mehr Ankerpunkte Bern bietet, desto länger bleiben Touristen hier», sagt Lergier. Er träumt von einer ganzen Reihe neuer Attraktionen. So kann sich Lergier zum Beispiel ein Toblerone-Museum im alten, kleinen Bärengraben vorstellen. Auch Alec von Graffenried, Präsident von Bern Tourismus, findet das eine gute Idee. Gespräche mit der Stadt würden bereits laufen.

«Der Bärenpark ist der wichtigste Hotspot Berns. Es ist wichtig, dass den Touristen hier etwas geboten wird und der Ort noch attraktiver wird», sagte von Graffenried am Dienstag vor der 124.Mitgliederversammlung von Bern Tourismus in der Festhalle.

Politischer Kongress in Bern

Von Graffenried wünscht sich nicht nur ein Toblerone-Museum im Bärengraben, sondern vor allem eine moderne Eventhalle anstellte der alten Festhalle. Bernexpo präsentierte das Projekt im letzten Frühling. Die geplante Halle soll dereinst 9000 Besuchern Platz bieten.

Das Jahr 2014 sei aus touristischer Sicht gut angelaufen, und es geht gut weiter: Am 1.Juni wird das Bern Ticket eingeführt, mit dem Touristen gratis auf den Libero-Linien 100 und 101 fahren können, und am 13.Juni startet im Naturhistorischen Museum die Dauerausstellung über den Bernhardinerhund Barry. Ebenfalls touristisch nutzen sollte man in den Augen von Markus Lergier die Schützenmatte.

Dort sieht er als Eingangspforte zur Altstadt einen Wolkenkratzer. Auf dem Dach des Bern-Towers eines Stararchitekten könnte ein Attikafreibad entstehen, darunter gäbe es eine Lounge, ein Restaurant sowie ein Hotel. Im Hochhaus wäre auch Platz für die Gurlitt-Sammlung.

Ebenfalls vorerst nur ein Traum ist Lergiers Idee eines Swiss Houses, in dem sämtliche Schweizer Klischees in einer interaktiven Erlebniswelt gezeigt werden könnten. Mehr als nur Träumerei ist dafür ein neuer Kongress, dem «Spirit of Bern», der in Bern stattfinden soll. Dabei handelt es sich um ein politisches Forum als Ergänzung zum WEF in Davos und zum Swiss Economic Forum in Interlaken.

Kürzt der Stadtrat das Budget?

Sorgen bereitet Bern Tourismus die morgige Debatte im Stadtrat über den Integrierten Aufgaben- und Finanzplan. Die SP will mit einem Paket von Vorstössen die Beiträge für Bern Tourismus um 190'000 Franken kürzen.

«Das würde uns in eine schwierige Situation bringen», sagt Alec von Graffenried. Das Geld würde dem Marketing fehlen, was Einsparungen beim Personal zur Folge hätte.

Berner Zeitung

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