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Thomas Brönnimann, muss das wirklich sein?

Ein Kommentar von Ressortleiter Stephan Künzi zur Kandidatur von Thomas Brönnimann in Köniz.

Links-Grüne wie Bürgerliche werden sich gestern verwundert die Augen gerieben haben, als Thomas Brönnimann seine Kandidatur für die definitive Ausmarchung ums Könizer Gemeindepräsidium bekannt gab. Der Grünliberale hatte zwar nach seiner glanzvollen Wiederwahl in die Exekutive nie einen Hehl aus seinen Ambitionen gemacht. Dass er aber Ernst machen würde, lag nach dem gerade mal vierten Rang im ersten Wahlgang fürs Präsidium trotzdem nicht auf der Hand.

Die Vermutung liegt nahe, dass Brönnimann und das Mittebündnis nach dem Wahlerfolg übermütig geworden sind. Dass sie die Gunst der Stunde nutzen, sich nochmals ins Rampenlicht zu stellen – denn echte Chancen hat Brönnimann nicht. Er wird vielmehr Stimmen auf sich ziehen, die die fast gleichauf liegenden Annemarie Berlinger am linken und Hans-Peter Kohler am rechten Pol dringend bräuchten. Schaden wird er vor allem der SPlerin, der aus den vereinigten Mitteparteien sicher mehr Stimmen zugeflossen wären. Der FDPler, von dem ihn Welten trennen, kann sich freuen.

stephan.kuenzi@bernerzeitung.ch

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