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Theatercafé eröffnet im November

Die Sanierung ist abgeschlossen. Doch ein Vorhaben ist für Konzert Theater Bern fast wichtiger als die Aufhübschung des Prunkbaus: das Theatercafé in der alten Berner Kornhauspost.

Soll ein Treffpunkt für alle werden: In der alten Berner Kornhauspost entsteht ein Theatercafé.
Soll ein Treffpunkt für alle werden: In der alten Berner Kornhauspost entsteht ein Theatercafé.
Franziska Rothenbühler

Zwischen dem Stadttheater Bern und der Französischen Kirche liegt das vergleichsweise unscheinbare Gebäude. Die alte Kornhauspost. Im vorderen Teil war bis zur Sanierung des Stadttheaters das Billetthäuschen von Konzert Theater Bern (KTB) untergebracht.

Seit die Theaterkasse im Eingangsbereich des Prunkbaus eingerichtet wurde, steht der Raum an bester Lage leer. Hier soll das neue Theatercafé entstehen. Das ist seit längerem bekannt. Aber passiert ist noch nichts. Obwohl das Projekt für KTB ganz oben auf der Prioritätenliste steht.

Schwellen abbauen

«Für das Haus ist es fast die wichtigste Etappe der Sanierung», sagt Stiftungsratspräsident Marcel Brülhart. Man erhofft sich viel vom Projekt: Hier sollen sich die Angestellten des Vierspartenhauses verpflegen können, es soll aber gleichzeitig ein Treffpunkt für alle werden.

Von «Schwellenabbau» ist die Rede, von der Öffnung des Theaters zum Publikum. Und von Qualität. Vor dem Opernbesuch wird ein Theatermenü serviert, danach der Umtrunk.

Kurz: Das Vierspartenhaus will künftig mehr anbieten als Bühnenkünste. Für die Kochkünste hat sie Gastronom Stefan Zingg engagiert, der früher im Les Terroirs in der Postgasse gewirkt hat. KTB erhofft sich nicht nur bessere Qualität, sondern auch Einsparungen von bis zu 200'000 Franken pro Jahr. Denn bis anhin war die Theatergastronomie ein ineffizientes Flickwerk.

Herausforderungen meistern

Nur, wenn man so genau weiss, was man will: Warum nur machen die Stadt (als Liegenschaftsbesitzerin) und Konzert Theater Bern nicht vorwärts? Zunächst war die Eröffnung per Ende 2017 geplant, dann lautete die Prognose Frühling 2018. Nun kommt gemäss Angaben von Konzert Theater Bern und der Stadt Bewegung in die Sache.

Im November soll das Lokal mit 81 Sitzplätzen eröffnen. Draussen sind weitere 66 Sitzplätze für die warmen Jahreszeiten geplant. «Die Planung ist weit fortgeschritten, jetzt arbeiten wir an der Ausführungsplanung», sagt Stadtbaumeister Thomas Pfluger, der bereits die Stadttheatersanierung betreut hat.

Offenbar haben einerseits die Buchhaltung und andererseits die Logistik das Projekt verzögert. Logistisch ist das Vorhaben kompliziert, weil die Küche des Theatercafés im Stadttheater angesiedelt ist. Sie wurde bereits im letzten Sommer im Schüttetrakt eingebaut, in einem Untergeschoss hinter der Bühne.

Von dort aus wird das grosse Haus selbst beliefert, etwa mit Snacks für die Theaterpausen oder für die rasche Verpflegung von Angestellten im Haus. Und eben auch das Café – über einen bereits existierenden Tunnel, der, unter der Schüttestrasse liegend, die beiden Gebäude verbindet.

Das Transportsystem ist nur eine der Herausforderungen. Die andere: Der Verbindungstunnel ist zugleich das Kulissenlager von Konzert Theater Bern. Das Lager muss für die Arbeiten geräumt werden. Und das geht nur im Sommer, wenn der Theaterbetrieb ruht. Die Buchhaltung hat das Vorhaben ebenfalls verzögert, besser gesagt die Frage, ob das Geld denn überhaupt noch reicht.

Das Kostendach für die Stadttheatersanierung von 45 Millionen Franken darf nicht überschritten werden – auch nicht mit dem Theatercafé, für das 1,7 Millionen Franken veranschlagt sind.

Jetzt, nachdem alles abgerechnet wurde, ist klar: «Ja, das Geld reicht», sagt Thomas Pfluger. Die Baubewilligung ist erteilt, es kann losgehen. Wie beim Stadttheater unterliegt die Gesamtplanung der Firma Itten + Brechbühl aus Bern.

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